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Bayerisches Staatsministerium der Justiz

Justiz ist für die Menschen da - Recht Sicherheit Vertrauen

Justizwachtmeister

Diese Seite informiert Sie über das Bewerbungs- und Einstellungsverfahren für eine Tätigkeit als Justizwachtmeister bei der bayerischen Justiz.

Berufsbild

Als Justizwachtmeister erfüllen Sie bei der bayerischen Justiz vielfältige Aufgaben.

Sie werden eingesetzt

  • zur Aufrechterhaltung der Ruhe, Ordnung und Sicherheit im Justizgebäude,
  • im Sitzungs- und Vorführdienst bei Gerichtsverhandlungen,
  • für den Auskunftsdienst im Dienstgebäude,
  • zur Abwicklung des Postein- und -ausgangs bei den Justizbehörden,
  • in der Justizverwaltung (z.B. Verwaltung des Büro- und Verpackungsmaterials, Verwaltung des Gerätebestandes, Mitarbeit im Büchereidienst).
Einstellungsvoraussetzungen

Bewerber für eine Einstellung in den Justizwachtmeisterdienst müssen persönlich und fachlich geeignet sein.

Zu der Ausbildung kann zugelassen werden, wer

  • eine Hauptschule mit Erfolg besucht hat oder eine entsprechende Schulbildung besitzt,
  • die für den Justizwachtmeisterdienst erforderliche gesundheitliche Eignung nachweist und
  • die für den Justizwachtmeisterdienst erforderliche körperliche Leistungsfähigkeit besitzt, die in der Regel durch Vorlage eines Deutschen Sportabzeichens nachzuweisen ist, das innerhalb der letzten zwei Jahre vor der Einstellung erworben wurde (ausnahmsweise Nachweis auch durch andere geeignete Bescheinigung).
  • die allgemeinen dienstrechtlichen Voraussetzungen erfüllt, insbesondere:
    • Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit oder der Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union, Islands, Liechtensteins, Norwegens oder der Schweiz,
    • Nachweis der Verfassungstreue,
    • Einhaltung der Altersgrenze (mögliche Verbeamtung bis zur Vollendung des 45. Lebensjahres),
    • charakterliche Eignung (Vorstrafen?).

Für die Einstellung in den Justizdienst als Justizhelfer sind die Behördenleiter der Gerichte und Staatsanwaltschaften zuständig. Die Anschriften der Gerichte und Staatsanwaltschaften sind in der Rubrik "Gerichte & Behörden" zu finden.

Ausbildung

Während der Ausbildung sind die Nachwuchskräfte für den Justizwachtmeisterdienst noch nicht verbeamtet, sondern im Arbeitnehmerverhältnis als Justizhelfer beschäftigt.

Die Ausbildung zum Justizwachtmeister gliedert sich in die mindestens fünfmonatige praktische Unterweisung bei Gericht und/oder Staatsanwaltschaft und in die fachtheoretische Ausbildung an der Bayerischen Justizakademie Pegnitz.

Nach einer einführenden praktischen Ausbildung ist ein in der Regel zwölfwöchiger fachtheoretischer Lehrgang an der Bayerischen Justizakademie Pegnitz zu besuchen. An der fachtheoretischen Ausbildung nehmen auch Nachwuchskräfte aus Sachsen-Anhalt teil. Unterkunft und Verpflegung werden an der Bayerischen Justizakademie Pegnitz zur Verfügung gestellt. Der fachtheoretische Lehrgang an der Bayerischen Justizakademie Pegnitz vermittelt die erforderlichen rechtlichen Kenntnisse und die notwendigen Schlüsselkompetenzen. Er beinhaltet ein Deeskalationstraining, einen Erste-Hilfe-Kurs und EDV-Unterricht. Weiter erfolgt hier eine grundlegende Ausbildung in einsatzbezogener Selbstverteidigung, im Umgang mit dem Einsatzstock sowie eine Waffen- und Schießausbildung. Anschließend wird die praktische Ausbildung bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften fortgesetzt. Zudem hospitieren die Justizhelfer bei einer Justizvollzugsanstalt und einer Polizeidienststelle.

Werdegang

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung und ca. 18 Monate nach der Einstellung in den Justizdienst erfolgt die Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Probe als Justizoberwachtmeister in Besoldungsgruppe A 4.

Abhängig von den dienstlichen Leistungen und den zur Verfügung stehenden Stellen sind Beförderungen möglich 

  • zur Justizhauptwachtmeisterin/ zum Justizhauptwachtmeister in Besoldungsgruppe A 5
  • zur Justizsicherheitssekretärin/ zum Justizsicherheitssekretär in Besoldungsgruppe A 6
  • zur Justizsicherheitssekretärin mit Zulage/ zum Justizsicherheitssekretär mit Zulage in Besoldungsgruppe A 6.

Bei entsprechender Eignung ist eine modulare Qualifizierung für die Ämter der Besoldungsgruppe A 7 und höher oder die Zulassung zur Ausbildungsqualifizierung für den Justizfachwirtedienst möglich.

Informationsfilm

Der nachfolgende Film gewährt einen guten Einblick in die Ausbildung zum Justizwachtmeister und dessen Tätigkeitsgebiet.

Video über das Berufsbild Justizwachtmeister/-in