08. Juni 2004
Justizministerin auf Baustelle Schüttspeicher
Fassade schon gut
Forchheim. Im besten Lichte erscheinen die beiden historischen Gebäude des Amtsgerichts Forchheim gegenüber des Südflügels der Kaiserpfalz. Der Beitrag der Justiz zur gegenwärtig stattfindenden Landesausstellung! Im Innern ist das Nebengebäude, früherer Schüttspeicher und Gefängnis, aber noch eine Bauruine. Über den Stand der Sanierungsarbeiten informierte sich Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk. Auf Vermittlung des CSU-Stimmkreisabgeordneten Eduard Nöth besuchte die Ministerin am Montag Forchheim. Sie wurde vom Leiter des Amtsgerichts, Dr. Franz Schürr, und Olav Struck, Leiter des staatlichen Hochbauamtes Bamberg (das die Sanierungsmaßnahmen begleitet), begrüßt. Die mit einer Million Euro veranschlagte Maßnahme wurde 2003 begonnen und soll zum September 2005 abgeschlossen sein. Struck erläuterte der Ministerin die „Rohbaumaßnahmen" wie Entfeuchtung, Schaffung eines brandsicheren, leicht begehbaren Treppenhauses und Einrichtung eines behindertengerechten Aufzugsturmes, der an der Rückseite eingerichtet worden ist. Heizung, Sanitär und Innenputz sollen noch in diesem Jahr eingebracht sein. Die inklusive Fenster fertig gestellt wirkende Fassade des mehrfach umgestalteten Hauses vom Ende des 18. Jahrhunderts wurde bewusst in einer den Platz beruhigenden Form gehalten, betonte Architekt Struck. In das Nebengebäude werden wie vorher bereits Vormundschafts- und Nachlassgericht sowie die Abteilung Zwangsvollstreckung untergebracht. Die haushaltsmäßige Abwicklung läuft wie geplant, der Staat steht zu seinen Zuschuss-Zusagen, sagt die Ministerin. Dr. Franz Schürr bedankte sich ausdrücklich bei Eduard Nöth für seinen Einsatz bei dieser Baumaßnahme. Im Anschluss besichtigte die Justizministerin die Landesausstellung „Edel und Frei", begleitet vom Leiter des Hauses der Bayerischen Geschichte, Prof. Dr. Claus Grimm.
Fränkischer Tag vom 08.06.2004
