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Amtsgericht Laufen

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Portal > Gerichte > AG > Laufen > Historie - Letzte Änderung: 20.05.2009


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Historisches

Gerichtswesen der Stadt Laufen

In Laufen bestand bereits im frühen Mittelalter eine Gerichtsbarkeit. Urkundlich erwähnt ist schon vor 1144 ein Stadtrichter „Heinrich“. Ab 1234 bis 1862 waren die Stadtrichter zugleich Landrichter. Später erfolgte die Trennung von Justiz und Verwaltung.

Ab 1862 wurde das alte Amtsgerichtsgebäude in der Rottmayrstraße errichtet. Der Amtsgerichtsbezirk Laufen umfasste den damaligen Landkreis Laufen. Das Amtsgericht verblieb dort bis zum Umzug, welcher im Jahre 1980 in das heutige Amtsgerichtsgebäude an der Tittmoninger Straße (früher Landratsamt) erfolgte.

Mit der Landkreisreform 1972 kamen zum Amtsgerichtsbezirk Laufen die Landkreise Berchtesgaden und Bad Reichenhall hinzu – es entstand der jetzige Landkreis Berchtesgadener Land.Die früheren Amtsgerichte Berchtesgaden und Bad Reichenhall wurden aufgelöst.


Das historische Laufen Blick von Oberndorf auf die gotische Pfarr- und Stiftskirche

Geschichte über Laufen

Die Stadt ist ca. 1260 Jahre alt. Urkundlich wird sie erstmals 748 erwähnt. Kaiser Ludwig von Bayern ordnete an, dass das Salz aus Hallein (15 km oberhalb Salzburgs) nur noch auf der Salzach transportiert werden durfte. Da ein Felsen bei Laufen, der so genannte Nocken, die Schifffahrt behinderte, wurde die Fracht dort von kleinen auf größere Schiffe umgeladen; daher stammt auch der Name: castellum ad louffi (das Kastell an den Stromschnellen). Die Laufener profitierten von den Erträgen aus den Übernachtungen, den Zöllen sowie dem Schiffbau. Die Stadt gehörte ursprünglich zum Salzburggau des Herzogtums Baiern. Die Salzburger Erzbischöfe konnten im 13. Jahrhundert das Gebiet des späteren Rupertiwinkels, in dem Laufen liegt, erwerben. 1275 wurde Salzburgs westliche Grenze (Rupertigau) zum Chiemgau durch den Landshuter Herzog bestätigt. Damit begann die Ablösung des Landes Salzburg vom Mutterland Bayern. Im Jahr 1328 war dann Salzburg durch die Erlassung einer eigenen Landesordnung zum weitgehend unabhängigen Staat geworden. Der Nocken wurde 1773 gesprengt. 1816 wurde Laufen zusammen mit dem so genannten Rupertiwinkel von Salzburg getrennt und Bayern zugeschlagen. Damit wurde es Grenzstadt zwischen Bayern und Österreich. Das am rechten Flussufer liegende Oberndorf, das bislang zu Laufen gehörte, wurde österreichisch. Durch den Bau der Eisenbahn ging die Salzachschifffahrt immer mehr zurück. 1866 fand der letzte Salztransport statt. Bei einem Hochwasser 1899 wurde die Brücke weggerissen; eine neue an anderer Stelle gebaut und 1903 eingeweiht. Nach 1945 wuchs die Bevölkerung durch sudetendeutsche und andere Heimatvertriebene.


Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Schloss als Kriegsgefangenenlager für Offiziere genutzt. Im Mai 1942 wurden die Offiziere in ein anderes Lager verlegt und das Schloss als Internierungslager Ilag VII für einige hundert Männer genutzt, die von den Kanalinseln Jersey und Guernsey kamen, sowie für einige amerikanische Zivilisten, die durch den plötzlichen Kriegseintritt der USA nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor im Dezember 1941 Europa nicht schnell genug verlassen konnten. Auf dem alten Friedhof erinnert eine Gedenktafel an die dort Verstorbenen.

In Laufen endete am 2. Mai 1945 der Todesmarsch der KZ-Häftlinge aus dem Regensburger Außenlager Colosseum des KZ Flossenbürg nach neun Tagen. Von 500 Häftlingen wurden weniger als 50 Überlebende von den Alliierten befreit. Hieran erinnert eine kleine Gedenkstätte.