Landgericht Ansbach - Baugeschichtliche Daten zum Gebäude Promenade 4
Die Justizgebäude Promenade 8, 4 und 2 in Ansbach
-
An der Promenade von links nach rechts:
-
Promenade 8:
Amtsgericht Ansbach, Hauptgebäude -
Promenade 4:
Landgericht Ansbach mit Staatsanwaltschaft Ansbach. -
Promenade 2:
Amtsgericht Ansbach, Registergericht und Zivilabteilung, Landgerichtsarzt und Außenstelle der IT-Stelle des Oberlandesgerichts München.
-
Promenade 8:
Die Justizgebäude Promenade 8 (Amtsgericht) und Karlstraße 4 (Bewährungshilfe, gelbes Gebäude links daneben)
-
Karlstraße 4:
- Die Bewährungshilfe des Landgerichts Ansbach.
1890
Durch "Königlich Allerhöchste Verordnung" des Prinzregenten von Bayern vom 27. Juli 1890 wurde in Mittelfranken, wie in allen sieben Regierungsbezirken in Bayern, eine Landesversicherungsanstalt gegründet. Diese neue Behörde in der markgräflichen Residenzstadt Ansbach war anfangs recht klein und im Gebäude der Regierung von Mittelfranken untergebracht.
1901
Planungsauftrag für einen Neubau der Landesversicherungsanstalt Mittelfranken in Ansbach, Promenade 4.
Planung und Bauleitung: Architekt Fritz Walther, Fürth.
Nach schwierigen Verhandlungen konnte der westlich vom ehemaligen Hotel "Stern" (nun: Amtsgerichtsgebäude Promenade 8) befindliche Biergarten als Bauplatz erworben werden.
Zahlreiche Ansbacher Bürger bedauerten seinerzeit mit Nachdruck, dass ein schön in der Stadtmitte gelegener Biergarten mit Baumbestand einem Neubau weichen sollte. Nach Vollendung des Gebäudes schlug die Stimmung um und die Kritiker schrumpften auf eine unbedeutende Minderheit zusammen. So hörte man überwiegend viel Lob und Anerkennung für das architektonisch gut gelungene Gebäude der LVA Ansbach. Das Stadtbild an der Promenade wurde mit diesem Neubau angenehm bereichert.
Baupolizeiliche Genehmigungen: Juni und Oktober 1901
Auftragsvergabe der Bauausführung im August 1901 an Popp & Weisheit, Nürnberg.
1903
Fertigstellung und Bezug im Oktober 1903.
Neben der übergeordneten Verwaltungsnutzung befanden sich im Erdgeschoss eine Hausmeisterwohnung und im 1. Obergeschoss die Dienstwohnung für den Leiter der Versicherungsanstalt.
Das Eingangsportal des Landgerichtsgebäudes; Hausteinfassade mit vorspringendem Mittelrisalit, 1903.
1933
Nach der Zusammenlegung der Landesversicherungsanstalten pachtete der Freistaat Bayern den gesamten Gebäudekomplex zum 01.01.1933. Der jährliche Pachtzins betrug 14.000,-- Reichsmark.
1942
Am 11.08.1942 erwarb der Freistaat Bayern das Gebäude einschließlich der unbebauten Flächen für 300.000,-- Reichsmark.
1962
Ein Planungsauftrag zum Neubau eines Sitzungssaalgebäudes (mit dem Abbruch des Vorgängerbaus) und zur Sanierung des Altbaus wurde erteilt.
Der Sitzungssaal-Anbau des Landgerichts Ansbach
1967 - 1970
Baubeginn und Fertigstellung des Altbaus. Seitdem wird das Gebäude insgesamt für Justizzwecke genutzt.
1995
Generalsanierung der Sandsteinfassaden am Altbau sowie der Putzfassaden des Neubaus.
Informationen zum Denkmalschutz des Gebäudes [intern]
