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Landgericht Coburg

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6.6.99 - Pressemitteilung 007/06

Schadensersatzrecht 007

Zur Haftung des Betreibers eines Wildtiergeheges für Verletzungen, die ein Tier einem Besucher beibringt

Kurzfassung

Ein Hirschgeweih ist nicht nur attraktiver Blickfang, sondern – jedenfalls wenn es sich noch auf dem zugehörigen Hirschen befindet – eine durchaus ernstzunehmende Waffe. Und wer dem tierischen Träger eines solchen Kopfschmuckes nicht mit dem entsprechenden Respekt begegnet, hat die Folgen selbst zu tragen.

Mit dieser Begründung erteilten Amtsgericht und Landgericht Coburg nunmehr der Schmerzensgeld- und Schadensersatzklage des Besuchers eines Wildparks eine Absage. Dem Betreiber des Parks blieben damit Zahlungen in Höhe von circa 9.400.- DM erspart.

Sachverhalt

Mit im Park gekauftem Futter wollte der klagende Besucher einem frei umherlaufenden Hirschen Gutes tun. Entgegen dem auf der Packung abgedruckten Warnhinweis „Bitte nur an den Futterstellen und nicht aus der Hand füttern“ streute er seine Gabe auf einen Gehweg – von wo aus sie das Tier auch mit Hochgenuss zu sich nahm. Scheinbar schmeckte es nach mehr. Der Hirsch jedenfalls wollte offensichtlich weitere Leckereien von seinem Wohltäter einfordern und versetzte ihm zu diesem Behufe einen aufmunternden Stoß mit dem Geweih. Mit schmerzhaften Konsequenzen für den so auf die Hörner Genommenen: Prellungen an Hand und Brustkorb, Gipsverband und zwei Wochen Arbeitsunfähigkeit.

Ihm als selbstständigen Versicherungskaufmann seien dadurch Einnahmen in Höhe von ca. 7.100.- DM entgangen, rechnete der Verletzte vor. Diesen Verlust könne er von dem Eigentümer des Wildparks ersetzt verlangen. Der hafte als Tierhalter nämlich sowohl dafür als auch für ein Schmerzensgeld von mindestens 2.300.- DM.

Entscheidung

Dieser Auffassung schlossen sich die Coburger Gerichte nicht an. Vielmehr liege auf der Hand, dass man im Umgang mit wilden Tieren Vorsicht walten lassen müsse. Im übrigen sei mit dem Packungsaufdruck in ausreichendem Umfang gewarnt worden. Der Kläger habe bei seiner den Hinweisen zuwiderlaufenden Fütterung auf eigene Gefahr gehandelt – und das schließe die Haftung des Tierhalters gerade aus. Nach den entsprechenden Rechtsausführungen der Coburger Landrichter in der mündlichen Verhandlung nahm der verletzte Tierfreund seine Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts Coburg zurück.

(Amtsgericht Coburg, Az.: 12 C 489/99; rechtskräftig)