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Portal > Gerichte > LG > Passau > Presse > Archiv > 2007 - Letzte Änderung: 22.02.2007


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16. Februar 2007 - Pressemitteilung 2/07

Prozess weg. versuchtem Mord in Dorfbach beginnt.

Am Dienstag, den 27.02.2007, 09.00 Uhr, beginnt vor der 2. Großen Strafkammer – als Schwurgericht – der Strafprozess gegen den 40-jährigen – Franz Josef S. wegen Verdachts des versuchten Mordes an seiner damaligen Ehefrau; mitangeklagt ist Körperverletzung in vier Fällen wegen Misshandlungen von Ehefrau und Tochter/Stieftöchter zu anderen Tatzeitpunkten.

Dem Vorwurf des versuchten Mordes liegt nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft folgender Sachverhalt zugrunde:

Am 19. Februar 2006 stieg der Angeklagte – der damals schon von seiner Ehefrau getrennt lebte – kurz vor Mitternacht über einen Kellerschacht in das eigene von seiner Familie bewohnte Haus in Dorfbach (Ortenburg, Landkreis Passau) ein, um seine Frau zu töten. Im Erdgeschoss traf er auf das bereits wachgewordene Opfer, das vor ihm zu Fuß aus dem Haus in den Garten flüchtete. Dort stach der Angeklagte der inzwischen gestürzten Frau mit einem mitgebrachten (27 cm langen) Messer mit einer Klingenlänge von 14 cm zehnmal in den Rücken, bevor ihn herbeigeeilte Polizeibeamten überwältigen konnten. Die Polizei war deshalb so schnell vor Ort, weil sie um 22.30 Uhr von einem Arbeitskollegen des Angeklagten verständigt worden war, dem dieser seine Tat telefonisch angekündigt hatte. Motiv des Angeklagten war Eifersucht und Wut; seine Ehefrau hatte ihm nämlich vor wenigen Wochen die Beziehung zu einem anderen Mann geoffenbart und ihn außerdem am Tattag bei der Polizei angezeigt. Im Tatzeitpunkt war der Angeklagte alkoholisiert (1,46 Promille).

Das Opfer überlebte schwer verletzt und höchstwahrscheinlich bleibend geschädigt. Zwei der zehn Stichverletzungen waren lebensgefährlich; der Einstich zwischen Brustwirbel sieben und acht schädigte das Rückenmark, seither ist das linke Bein praktisch vollständig und das rechte Bein teilweise gelähmt. Wegen dieser Verletzungen hat der Angeklagte im Rahmen eines Täter-Opferausgleichs bereits Schadensersatz und Schmerzensgeld bezahlt, das er durch den Verkauf seines Hauses aufbrachte.

Die Fortsetzung der Hauptverhandlung vor dem Schwurgericht, zu welcher der Angeklagte aus der seit dem Tattag vollzogenen Untersuchungshaft vorgeführt wird – ist zunächst für 06. März (14.00 Uhr) sowie für 09. und 16. März (jeweils 09.00 Uhr) vorgesehen. Neben zahlreichen Zeugen sind als Sachverständige der Leiter der psychiatrischen Abteilung der Justizvollzugsanstalt Straubing sowie ein Diplom-Psychologe geladen. Der Angeklagte hat einen Wahl- und einen Pflichtverteidiger. Die frühere Ehefrau des Angeklagten ist als Nebenklägerin zugelassen, ihr wurde ein Rechtsanwalt zum Beistand bestellt.





Pressestelle des Landgerichts:
Prof. Dr. Michael Huber