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Landgericht Regensburg

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Historie

Das Landgericht

"Landgericht" war im Mittelalter ein allgemeiner Begriff für erstinstanzliche Gerichte. Ab 1808 finden sich in Regensburg ein Stadtgericht und ein Landgericht als Untergerichte. Die Appellationsgerichte, die als II. Instanz und in „peinlichen Rechtsfällen“ als I. Instanz fungierten, befanden sich in Amberg und Straubing.

Mit Gesetz vom 25.7.1850 wurde in Bayern eine neue Gerichtsverfassung beschlossen, die über den mit einem Einzelrichter entscheidenden Stadt- und Landgerichten, Bezirksgerichte, Kreisgerichte und Oberlandesgerichte kennt. Die ersten Bezirksgerichte hatten für unsere Gegend ihren Sitz in Straubing, Landshut, Neunburg v. Wald und Amberg. Mit Verordnung vom 10.11.1861 wird auch in Regensburg ein Bezirksgericht eingerichtet, zu dessen Bereich das Stadtgericht Regensburg und die Landgerichte Regensburg, Burglengenfeld, Hemau, Regenstauf, Riedenburg, Schwandorf und Stadtamhof gehörten.

Die jetzige Grundstruktur Amtsgerichte / Landgerichte und Oberlandesgerichte wurde mit Einführung des Gerichtsverfassungsgesetzes zum 1. Oktober 1879 geschaffen. Die letzte wesentliche Änderung des Zuständigkeitsbereichs erfolge zum 1.7.1973 im Zuge der Gebietsreform.

Präsidenten des Landgerichts Regensburg

13.03.1946 - 30.04.1952: Gerhard Tietze
01.06.1952 - 30.04.1958: Ludwig Hierlmeier
01.07.1958 - 31.01.1961: Dr. Ludwig Kastner
01.01.1961 - 31.01.1963: Franz Rehm
01.05.1963 - 31.12.1967: Fritz Woll
01.01.1968 - 30.06.1975: Dr. Ernst Leiß
01.01.1976 - 31.12.1981: Siegfried Mühlbauer
16.03.1982 - 30.11.1984: Anton Maximilian Kreuzer
01.06.1985 - 28.02.1993: Rudolf Schötz
01.03.1993 - 31.05.2003: Heinrich Jürgen Steinfeld
01.07.2003 - 31.12.2009: Peter Küspert
10.05.2010 - 30.06.2013: Günther Ruckdäschel
ab 16.07.2013: Horst Böhm

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Die Baugeschichte des Landgerichts Regensburg

Am 1. April 1905 wurde das Gebäude (eine Million Baukosten, 110 000 Goldmark für den Innenbereich) an der Kumpfmühler Straße seiner Bestimmung übergeben.

Hauptgebäude des Landgerichts Regensburg

Als 1901 mit den Bauarbeiten begonnen worden war, hatte auf diesem Grundstück die Fickentschersche Zuckerfabrik gestanden. Der Baumaßnahme waren umfangreiche und schwierige Grundstücksverhandlungen vorausgegangen. Die alte Zuckerfabrik war durch Tauschgeschäfte in den Besitz des bayerischen Staates gekommen, dafür erhielt die Stadt das alte Landgerichtsgebäude (ehemals kgl. Kreis- und Stadtgericht) an der Ecke Schwarze-Bären Straße/Schäffnerstraße, sowie die Amtsgerichtsgebäude nebst sog. Eisenhaus am Kassiansplatz und in der Luzengasse.

Das heutige Hauptgebäude wurde im Baustil der Neurenaissance durch den Architekten Niedermayer erbaut. Das Sandsteinmaterial für die Verkleidung der Außenfassaden stammte aus Brüchen bei Bamberg, die Muschelkalksteine für den Sockel aus der Umgebung von Würzburg. Das Hauptportal an der Kumpfmühler Straße schmücken zwei allegorische Figuren, die Treppe in der Eingangshalle wird von zwei in Sandstein ausgehauenen Löwen flankiert. Sehenswert ist auch die Decke der Eingangshalle, die auf geschnitzten Schildern die Wappen der Orte trägt, deren Amtsgerichte damals dem Landgericht Regensburg zugeteilt waren. Im Stadtbild ist der Gebäudekomplex durch den die ganze Baugruppe überragenden Uhrturm auffällig.

Portal des Landgerichts Regensburg an der Kumpfmühler Straße Das Portal des Landgerichts Regensburg an der Kumpfmühler Straße

Der im 2. Weltkrieg von Bomben zerstörte Ostflügel wurde bis 1950 wieder aufgebaut.

Die an das Justizgebäude angrenzenden Wohnhäuser an der Kumpfmühler Straße und der Augustenstraße, die ursprünglich als Wohngebäude für Justizbeamte gedacht waren, wurden zunächst in Büros umgewandelt.

Von 1965 bis 1973 wurden wegen der zunehmenden Raumnot umfangreiche Planungen mit dem Ziel angestellt, im Ortsteil Königswiesen einen Neubau für alle Justizbehörden zu errichten.

Im Jahre 1977 entschied man sich dann doch gegen einen Neubau in Königswiesen und verstärkte die Planungen für eine Erweiterungslösung in der Augustenstraße. Die Durchführung der Planungen verzögerte sich zunächst aus Haushaltsgründen, bis im Dezember 1981 die Abbrucharbeiten des Gebäudes Augustenstraße 3 (ehemaliges Wachtmeisterwohnhaus) beginnen konnten. Auf dem Grundstück wurde ein Neubau errichtet, der im Sommer 1987 bezogen werden konnte. Die Kosten dieser Maßnahme betrugen 17,5 Millionen DM. Die Mitarbeiter aus dem Gebäude Augustenstr. 3a fanden im Anwesen der REWAG (Augustenstraße 6a) Unterschlupf. Auch dieses Gebäude wurde vom Staat gekauft und wird derzeit als Bürogebäude für die Bewährungshelfer genutzt.

Im Juli 1976 waren für das Grundbuchamt im ehemaligen Milchwerk in der Augustenstraße 5a Räume angemietet worden; das Gebäude wurde später erworben und zuletzt für Registraturräume, Unterrichtsräume und die Büros der Ausbildungsleiter der Rechtsreferendare genutzt. Im Jahre 2011 wurde dieses Gebäude abgerissen. Es wird derzeit durch einen Erweiterungsbau der Justizvollzugsanstalt Regensburg ersetzt.

Nach der Sanierung der Nebengebäude Augustenstr. 6a und Kumpfmühlerstr. 4a wurde im Januar 1990 mit der Sanierung des Altbaus begonnen. Die Arbeiten konnten im Juli 1997 abgeschlossen werden; der Kostenaufwand betrug rund 16 Millionen DM.

Das Sitzungsgebäude (ehemalige Augustenschule) Das Sitzungsgebäude (ehemalige Augustenschule)

Zwischenzeitlich ist ein lang gehegter Wunsch der Regensburger Justiz in Erfüllung gegangen: Im Januar 1990 konnte die unmittelbar im Westen an den bisherigen Gebäudebestand angrenzende städtische Augustenschule angekauft werden.
Nach der endgültigen Übergabe des Gebäudes und dem Abschluß der Planungen wurden im Jahre 2000 die Umbauarbeiten in der Augustenschule in Angriff genommen. Seit dem Abschluss der gelungenen Sanierung im März 2004 finden dort der Sitzungsbetrieb des Amts- und Landgerichts sowie der Unterricht und die Prüfungen für die Rechtsreferendare statt.

Bild der Front des Schwurgerichtssaals Schwurgerichtssaal

Besonders beachtenswert ist der Schwurgerichtssaal, die ehemalige Schulturnhalle der Augustenschule.
Die etwa 8,6 mal 2,58 Meter große Wand hinter der Richterbank hat die Regensburger Künstlerin Astrid Schröder mit unzähligen gelb-orangen Pinselstrichen in ein Monumentalgemälde "25.08. - 28.11.2003 - 45.000" verwandelt.
Die vordere Eingangstüre zum Sitzungsgebäude zieren Szenen aus "Max und Moritz – Eine Bubengeschichte in sieben Streichen" von Wilhelm Busch.

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Anmerkung

Dieser Artikel fußt auf der früheren Homepage des Landgerichts Regensburg, welche von einer Arbeitsgruppe unter der Leitung von Herrn Dieter Maihold (seit 2008 Richter am Bundesgerichtshof) erstellt worden war.