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27. Juli 2007 - Pressemitteilung 25/07

Tod eines neun Monate alten Mädchens in Nürnberg-Schweinau

Tod eines neun Monate alten Mädchens in Nürnberg-Schweinau: Landgericht Nürnberg-Fürth lehnt die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen den Kindsvater ab.

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen einen 27-jährigen Mann abgelehnt, den die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wegen versuchten Totschlags durch Unterlassen angeklagt hatte. Der gegen ihn gerichtete Haftbefehl wurde bereits am 04. Juli 2007 aufgehoben. Eine Entschädigung für die erlittene Untersuchungshaft wurde angeordnet.


Der aus Nigeria stammende Mann war von der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth am 16. April 2007 zusammen mit seiner Lebensgefährtin zur Anklage gebracht worden. Nach dem Ergebnis der Ermittlungen soll die zu diesem Zeitpunkt noch 20 Jahre alte Frau in den Morgenstunden des 23. Juni 2006 die gemeinsame neun Monate alte Tochter massiv misshandelt haben. Das kleine Mädchen verstarb noch am selben Tag an den erlittenen Verletzungen. Dem noch 23. Juni 2006 in Untersuchungshaft genommenen Mann wurde vorgeworfen, nichts zur Rettung seiner lebensbedrohlich verletzten Tochter unternommen zu haben. Während das Verhalten der Kindsmutter von der Anklagebehörde als Totschlag bewertet wurde, sollte sich der 27-Jährige wegen versuchten Totschlags durch Unterlassen zu verantworten haben. Auf die Pressemitteilung vom 10. Mai 2007 wird Bezug genommen.

Die Jugendkammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth hat nun mit Beschluss vom 19. Juli 2007 das Hauptverfahren nur in Bezug auf die Mutter eröffnet. Hinsichtlich des Kindsvaters lehnte die Kammer eine Eröffnung ab, weil die vorgelegten Ermittlungsergebnisse eine Verurteilung voraussichtlich nicht tragen werden. Hinreichende Anhaltspunkte dafür, dass sich der Kindsvater zu Bett begab, obgleich er erkannt hatte, dass seine Tochter lebensgefährlich verletzt war, sind aus Sicht der Kammer nicht vorhanden. Auch sei es möglich, dass das kleine Mädchen erst zu einem Zeitpunkt tödlich verletzt wurde, als der Mann bereits eingeschlafen war.

Die Staatsanwaltschaft kann gegen die eine Eröffnung ablehnende Entscheidung der Jugendkammer Beschwerde zum Oberlandesgericht Nürnberg einlegen. Die Eröffnung des Hauptverfahrens in Bezug auf die Kindsmutter ist unanfechtbar.


Dr. Andreas Quentin
Richter am Oberlandesgericht
Leiter der Justizpressestelle