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03. Dezember 2007 - Pressemitteilung 39/07

Strafverfahren wegen der Tötung einer hochschwangeren jungen Frau in Nürnberg

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth hat gegen einen 39 Jahre alten Mann aus Oberfranken Anklage wegen Mordes, Schwangerschaftsabbruch und verschiedener Waffendelikte erhoben. Er soll am 16. Januar 2007 seine hochschwangere Lebensgefährtin erschossen und dadurch auch den Tod der Leibesfrucht herbeigeführt haben.

Nach dem Abschluss ihrer Ermittlungen geht die Anklagebehörde davon aus, dass der betäubungsmittelabhängige Mann hinreichend verdächtig ist, seine 32 Jahre alte Lebensgefährtin im Schlaf durch einen Nahschuss in den Kopf getötet zu haben. Die ebenfalls aus Oberfranken stammende Frau war zu diesem Zeitpunkt im neunten Monat schwanger. Ihr Tod hatte das Absterben des gemeinsamen noch nicht geborenen Kindes zur Folge.

Sowohl der 39-jährige Mann, als auch seine Lebensgefährtin hatten wenige Tage zuvor von ihnen zu verbüßende Freiheitsstrafen nicht angetreten. Auch waren sie als Angeklagte einer Hauptverhandlung wegen verschiedener Betäubungsmittelstraftaten in Bayreuth fern geblieben. Beide hatten deshalb mit Zwangsmaßnahmen zu rechnen. Im Gegensatz zu dem 39-Jährigen soll seine Lebensgefährtin jedoch dazu bereit gewesen sein, sich der Strafvollstreckung und weiteren Strafverfolgung zu stellen. Auch soll sie die Absicht gehabt haben, das gemeinsame Kind in der Haft zur Welt zu bringen. Um dies zu verhindern und sich selbst den Strafverfolgungsbehörden weiter entziehen zu können, soll sich der arbeitslose Mann dazu entschlossen haben, seine Lebensgefährtin zu töten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm deshalb einen heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen begangenen Mord sowie Schwangerschaftsabbruch vor. Außerdem werden ihm verschiedene Waffendelikte zur Last gelegt.

Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth wird zunächst darüber zu entscheiden haben, ob sie die Anklage zur Hauptverhandlung zulässt und das Hauptverfahren eröffnet. Für den Nachweis der von ihr erhobenen Vorwürfe hat die Staatsanwaltschaft 34 Zeugen, fünf Sachverständige und verschiedene andere Beweismittel angeboten. Der nun zur Anklage gebrachte Mann befindet sich seit seiner Festnahme am 19. Januar 2007 ununterbrochen in Haft.


Dr. Andreas Quentin
Richter am Oberlandesgericht
Leiter der Justizpressestelle