JAPO - die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Juristen

Die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Juristen in der Fassung der Bekanntmachung vom 13. Oktober 2003 (GVBl S. 758), zuletzt geändert durch Verordnung vom 22. Juli 2014 (GVBl S. 286), wurde durch Verordnung vom 27. November 2015 (GVBl S. 446) geändert.

Die Änderungen treten mit Wirkung vom 1. Januar 2016 in Kraft. Eine Ausnahme bilden die Änderungen hinsichtlich des Pflichtstoffs der Ersten und Zweiten Juristischen Staatsprüfung und des Prüfungsstoffs in den Berufsfeldern der Zweiten Juristischen Staatsprüfung, die am 1. Januar 2017 in Kraft treten.

Mit der Verordnung vom 27. November 2015 sind unter anderem folgende Änderungen erfolgt:

  • Die Verpflichtung für die Studierenden, sich spätestens nach dem zwölften Fachsemester der Ersten Juristischen Staatsprüfung zu unterziehen, wurde aus Deregulierungsgründen aufgehoben.
  • Aus demselben Grund entfällt die Wiederholungsfrist und die Pflicht zur Ableistung eines Auflagesemesters nach nicht bestandener Erster Juristischer Staatsprüfung.
  • Die bisherige Regelung, wonach sich die Frist zur Meldung zum Freiversuch für die Erste Juristische Staatsprüfung aufgrund Ableistung einer europarechts- oder wirtschaftsorientierten Zusatzausbildung um ein Semester verlängert, wird um andere wissenschaftliche Zusatzausbildungen erweitert.
  • Der Pflichtstoff beider Staatsprüfungen wurde maßvoll reduziert. Der Prüfungsstoff in den Berufsfeldern der Zweiten Juristischen Staatsprüfung wurde modifiziert.

Daneben wurden weitere Änderungen vorgenommen, deren Erforderlichkeit sich durch die Ausbildungs- und Prüfungspraxis ergeben hat.