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Bayerisches Staatsministerium der Justiz

Amtsgericht München

Erläuterungen zum Vorbereitungsdienst für Rechtsreferendare in Bayern

Die Rechtsreferendarsausbildungsbekanntmachung vom 28. April 2005 wurde durch die Gemeinsame Bekanntmachung der Bayerischen Staatsministerien der Justiz und des Innern und der bayerischen Rechtsanwaltskammern vom 26. April 2007 und vom 1. Oktober 2007 geändert.
Die aktuelle Fassung der Bekanntmachung können Sie hier einsehen.

Einstellung in den Vorbereitungsdienst für Rechtsreferendare in Bayern

Aufnahme in den Vorbereitungsdienst

Über die Aufnahme in den Vorbereitungsdienst der Rechtsreferendare entscheiden in Bayern die Präsidenten der Oberlandesgerichte. Anfragen hierzu sind daher an den Präsidenten des Oberlandesgerichts zu richten, in dessen Bezirk die Ausbildung erfolgen soll.
Oberlandesgerichte sind in München, Nürnberg und Bamberg.

Ansprechpartner für den Vorbereitungsdienst der Rechtsreferendare

In Bayern sind Einstellungsbehörden für den Vorbereitungsdienst der Rechtsreferendare die Oberlandesgerichte München, Nürnberg und Bamberg.

Wegen Fragen zur Einstellung und zum Vorbereitungsdienst wenden Sie sich deshalb bitte an die Referendargeschäftsstelle des betreffenden Oberlandesgerichts.

Referendargeschäftsstellen der Oberlandesgerichte


München

Andrea Anzenhofer
Tel. 089 / 5597-2919
E-Mail: andrea.anzenhofer
@olg-m.bayern.de

Nürnberg

Claudia Schneider
Tel. 0911 / 321-2324
E-Mail: Rechtsreferendare
@olg-n.bayern.de
Ralf Krummer
Tel. 0911 / 321-2339
E-Mail: Rechtsreferendare
@olg-n.bayern.de

Bamberg

Dagmar Pornschlegel
Tel. 0951 / 833-1114
E-Mail: Poststelle
@olg-ba.bayern.de
Thomas Koch
Tel. 0951 / 833-1113
E-Mail: Poststelle
@olg-ba.bayern.de

Einstellungssituation

Grundsätzlich wird zur Einstellungssituation im Vorbereitungsdienst der Rechtsreferendare in Bayern auf folgendes hingewiesen:

Der Vorbereitungsdienst der Rechtsreferendare wird in Bayern in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis nach Maßgabe des Gesetzes zur Sicherung des juristischen Vorbereitungsdienstes (SiGjurVD) vom 27. Dezember 1999 (GVBl S. 529) abgeleistet. Die Rechtsreferendare erhalten danach eine Unterhaltsbeihilfe und sind grundsätzlich gesetzlich versichert.

Die Anzahl der von den Präsidenten der Oberlandesgerichte in den Vorbereitungsdienst einzustellenden Bewerber ist durch die Ausbildungskapazitäten im jeweiligen Bezirk begrenzt. Durch eine volle Ausnutzung sämtlicher Ausbildungskapazitäten konnten in Bayern Wartezeiten bislang vermieden werden. Die bestehenden Ausbildungskapazitäten müssen jedoch bayernweit und flächendeckend genutzt werden. Die an Mobilität und Flexibilität der Bewerber zu richtenden Anforderungen sind beträchtlich; Ortswünsche der Bewerber können zunehmend weniger berücksichtigt werden. Dies gilt insbesondere für Bewerber, die mit den Ausbildungsorten im Freistaat Bayern nicht durch längeren Familienwohnsitz oder sonstige engere Beziehungen verbunden sind.

Dauer und Einteilung

Dauer und Einteilung des Vorbereitungsdienstes sowie Prüfungsstoff und Durchführung der Zweiten Juristischen Staatsprüfung sind durch die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Juristen (JAPO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 13. Oktober 2003 (GVBl S. 758), zuletzt geändert durch Verordnung vom 10. September 2013 (GVBl S. 606).

Gegenstand der Zweiten Juristischen Staatsprüfung in Bayern

Gegenstand der Zweiten Juristischen Staatsprüfung in Bayern sind auch Rechtsgebiete und Aufgabenstellungen, die in Ausbildung und Prüfung anderer Länder keine oder nur eine geringe Rolle spielen.

Weitere Informationen / Broschüre

Die Teilnehmer an der Ersten Juristischen Staatsprüfung in Bayern erhalten mit der Ladung zur mündlichen Prüfung nähere Informationen über die Aufnahme in den Vorbereitungsdienst. Über die Gestaltung des Vorbereitungsdienstes der Rechtsreferendare informiert auch eine Broschüre, die hier eingesehen werden kann:

Weitere Informationen der Oberlandesgerichte

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Stoffpläne für den Vorbereitungsdienst der Rechtsreferendare

Die nachstehend abrufbaren Stoffpläne haben nicht das Ziel, den Katalog der Prüfungsfächer erschöpfend zu umschreiben oder verbindlich auszulegen.
Der Prüfungsstoff der Zweiten Juristischen Staatsprüfung ergibt sich ausschließlich aus den Bestimmungen der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Juristen (JAPO).

Die Stoffpläne sollen Leitlinie und Orientierungshilfe für Rechtsreferendare und Arbeitsgemeinschaftsleiter sein. Die Arbeitsgemeinschaftsleiter sind nicht verpflichtet, die in den Stoffplänen umschriebenen Themen erschöpfend zu behandeln. Ihnen bleibt es unbenommen, die Schwerpunkte anders zu setzen.

Zusatzqualifikationen

Veranstaltungen zum Erwerb von Zusatzqualifikationen während des Vorbereitungsdienstes

Die juristische Berufswelt hat sich in den letzten Jahren mit zunehmender Geschwindigkeit verändert. In den Vordergrund getreten sind die rechtsberatenden und rechtsgestaltenden Tätigkeiten der Anwälte und Wirtschaftsjuristen. Diese Berufe ergreift mittlerweile der weit überwiegende Teil der jungen Juristinnen und Juristen.

Streitvermeidung gewinnt, Streitentscheidung verliert an praktischer Bedeutung. Hierdurch wachsen die Anforderungen an die soziale Kompetenz der zukünftigen Volljuristen. Die Regierungen haben deshalb ein entsprechendes Unterrichtspflichtfach in die Arbeitsgemeinschaft 2 aufgenommen. Aber auch die interdisziplinären Fähigkeiten und Kenntnisse der Absolventen in den Bereichen Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften, Rhetorik, Verhandlungsmanagement, Streitschlichtung oder Mediation werden immer wichtiger. Infolge der ständig wachsenden internationalen Bezüge von Lebenssachverhalten aller Art nimmt auch die Bedeutung der fachspezifischen Fremdsprachenkenntnisse von Juristen zu. Gerade für Berufseinsteiger gewinnt der Erwerb interdisziplinärer Zusatzqualifikationen angesichts weiterhin hoher Absolventenzahlen und des beträchtlichen Konkurrenzdrucks auf dem Arbeitsmarkt für Juristen damit immer größere Bedeutung.

Das Bayerische Staatsministerium der Justiz bietet seinen Rechtsreferendaren in Zusammenarbeit mit den bayerischen Rechtsanwaltskammern, den Industrie- und Handelskammern und den Juristischen Fakultäten über die juristische Pflichtausbildung hinaus ein breites Spektrum an freiwilligen Zusatzveranstaltungen in Bereichen an, die für die spätere berufliche Praxis besonders wichtig sind.  

Das Angebot umfasst insbesondere:

PC- und Internet-Kurse

Die elektronische Datenverarbeitung ist heute aus der gesamten juristischen Tätigkeit nicht mehr wegzudenken. In Rechtsanwaltskanzleien, Wirtschaftsunternehmen und Verwaltungen haben moderne Textverarbeitungssysteme und Kommunikationsmittel wie das Internet längst Einzug gehalten. Mit dem Computer lassen sich im Rahmen von Textverarbeitungsprogrammen über Textbausteine und Formulare standardisierte Urteile, Schriftsätze oder andere Schreiben fertigen. Berechnungsprogramme für unterschiedlichste Bereiche bieten eine Erleichterung bei der Vornahme oft komplizierter Rechenschritte. Elektronische Gesetzestexte und Datenbanken mit Entscheidungssammlungen erleichtern die juristische Rechtsfindung. Auch am Arbeitsplatz des Juristen gehört somit die Zukunft dem PC und dem Internet.

Das Bayerische Staatsministerium der Justiz bietet seit mehreren Jahren eigens für Rechtsreferendare konzipierte PC- und Internet-Kurse am Fachbereich Rechtspflege der Bayerischen Beamtenfachhochschule in Starnberg und an der Bayerischen Justizschule Pegnitz an. Im PC-Kurs können die Referendare die über bloße Schreibmaschinenfunktionen weit hinausgehenden Möglichkeiten moderner Textverarbeitungssysteme kennen lernen und sofort selbst am Computer umsetzen. Im Internet-Kurs lernen die Referendare die juristischen Recherche-Möglichkeiten mit CD-Roms, Online-Datenbanken und im Internet kennen.

Die Teilnahme an den Kursen ist kostenfrei.

Seminarreihe "Moderne Betriebswirtschaft"

Neben den traditionellen Tätigkeiten im Staatsdienst und der Anwaltschaft bieten sich Juristen auch in der Privatwirtschaft vielfältige und interessante Berufschancen. Derzeit sind etwa 12 % der Juristen in Wirtschaftsunternehmen und -verbänden tätig. Angesichts der Anwaltsdichte in der Bundesrepublik und der staatlichen Zurückhaltung bei Neueinstellungen werden Juristen in Zukunft noch verstärkt ihre Berufschancen in diesem Bereich suchen und wahrnehmen müssen.

Hierbei treffen sie auf starke Konkurrenz von Absolventen anderer Ausbildungsgänge wie Betriebswirte, Kaufleute und Steuerberater, gegen die es sich zu behaupten und durchzusetzen gilt. Wirtschaftliches Verständnis und das Wissen um betriebliche Abläufe stellen daher ganz zentrale Faktoren für Einstellung und spätere Karriere dar.

Viele bayerische Industrie- und Handelskammern veranstalten daher in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium der Justiz für Rechtsreferendare eine Vortragsreihe "Moderne Betriebswirtschaft" zur markt- und kundenorientierten Unternehmensführung. Erfahrene Praktiker informieren hier u.a. über moderne Unternehmensführung, Marketing und Kundenorientierung, Kostenmanagement und Controlling sowie Personalmanagement. Für die Veranstaltung wird eine Teilnahmebestätigung ausgestellt.

Zu den Teilnahmegebühren können die Referendare durch die Oberlandesgerichte Zuschüsse erhalten.

Buchführungs- und Bilanzkunde-Kurse

Neben den traditionellen Tätigkeiten im Staatsdienst und der Anwaltschaft bieten sich Juristen auch in der Privatwirtschaft vielfältige und interessante Berufschancen. Derzeit sind etwa 12 % der Juristen in Wirtschaftsunternehmen und -verbänden tätig. Angesichts der Anwaltsdichte in der Bundesrepublik und der staatlichen Zurückhaltung bei Neueinstellungen werden Juristen in Zukunft noch verstärkt ihre Berufschancen in diesem Bereich suchen und wahrnehmen müssen.

Hierbei treffen sie auf starke Konkurrenz von Absolventen anderer Ausbildungsgänge wie Betriebswirte, Kaufleute und Steuerberater, gegen die es sich zu behaupten und durchzusetzen gilt. Wirtschaftliches Verständnis und das Wissen um betriebliche Abläufe stellen daher ganz zentrale Faktoren für Einstellung und spätere Karriere dar.

Viele bayerische Industrie- und Handelskammern veranstalten daher in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium der Justiz Seminare über Handelsbilanzen für Rechtsreferendare. Die Kurse behandeln Buchführung und Bilanzkunde bis hin zur Besprechung von schwierigen Buchungsvorgängen anhand von Fallübungen. Für die erfolgreiche Teilnahme wird eine Teilnahmebestätigung ausgestellt.

Zu den Teilnahmegebühren können die Referendare durch die Oberlandesgerichte Zuschüsse erhalten.

Workshops zum Verhandlungsmanagement

Verhandeln ist eine Fertigkeit, die jeder ausgebildete Jurist zumindest in den Grundzügen beherrschen sollte. Insbesondere in der anwaltlichen Berufspraxis spielen Verhandlungen bei der Vertragsgestaltung und im Rahmen der einvernehmlichen Streitbeilegung eine wichtige Rolle. Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmern einerseits das erforderliche Wissen für effektives Verhandeln zu vermitteln und andererseits das Wissen im Rahmen eines praktischen Verhandlungstrainings auch zu üben.

Der Münchner Workshop zum Verhandlungsmanagement wurde vor mehreren Jahren durch Dr. Christian BÜHRING-UHLE LL.M., Prof. Dr. Horst EIDENMÜLLER LL.M. und Prof. Dr. Andreas NELLE M.P.A. entwickelt und seitdem sowohl im Rahmen der universitären Ausbildung (European Business School sowie Universitäten München und Frankfurt an der Oder) als auch in der beruflichen Fortbildung (beispielsweise für große Rechtsanwaltssozietäten) durchgeführt. Er erstreckt sich über zwei volle Tage. Sein Ziel ist es, durch praktische Übungsfälle und reflektierte Erfahrung die Verhandlungsfähigkeit der Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu verbessern.

Die Methode des Workshops basiert auf dem Wechselspiel von Theorie und Praxis. Neben die Vermittlung von Erkenntnissen der interdisziplinären Verhandlungsforschung tritt die Gelegenheit, selbst zu verhandeln und anschließend Ablauf und Ergebnis der Verhandlung in der Gruppe zusammen mit den Trainern zu reflektieren ("Manöverkritik").

Initiiert und gefördert durch das Bayerische Staatsministerium der Justiz wird seit Anfang 2000 der Workshop auch im Rahmen der Referendarausbildung angeboten. Diese Workshops werden jeweils von zwei speziell geschulten haupt- oder nebenamtlichen Arbeitsgemeinschaftsleitern als Referenten geleitet. Die Teilnahme ist kostenlos.

Mediation

Aufbauend auf den Workshop zum Verhandlungsmanagement kann eine Ausbildung zum Mediator (CVM) - Schwerpunkt Wirtschaftsmediation erfolgen.

In der 6-tägigen Ausbildung wird den Teilnehmern einerseits das erforderliche Wissen für eine effektive Mediationstätigkeit bei Wirtschaftskonflikten vermittelt und ihnen andererseits die Möglichkeit gegeben, dieses Wissen im Rahmen eines praktischen Mediationstrainings durch Rollenspiele (Simulationen) zu erproben.

Weitere Einzelheiten können bei den Referendargeschäftsstellen der Oberlandesgerichte erfragt werden.

Rhetorik- und Argumentationsseminare

Private Rhetorikinstitute bieten in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium der Justiz an verschiedenen Orten in Bayern Rhetorikseminare speziell für Rechtsreferendare an. Neben Kursen zu Grundlagen juristischer Rhetorik gibt es seit Frühjahr 2008 zusätzliche Aufbaukurse im Argumentationstraining. Die Veranstaltungen stellen eine sprachwissenschaftliche Ergänzung zu den juristischen Inhalten der Ausbildung der Rechtsreferendare dar. Sie sollen den Referendaren Gelegenheit bieten, sich in praktischen Übungen zu Mandantengespräch, Zeugenvernehmung und Plädoyer mit Situationen ihres späteren Berufsalltags vertraut zu machen. Die Teilnahme an diesen Seminaren ist daher auch als geeignete Vorbereitung für die bei den meisten Staatsanwaltschaften übliche selbständige Wahrnehmung des Sitzungsdienstes in Strafverhandlungen vor dem Amtsrichter durch Rechtsreferendare anzusehen.

Nähere Auskünfte, auch hinsichtlich der Möglichkeit der Zahlung von Zuschüssen zu den Teilnahmegebühren, erteilen die Arbeitsgemeinschaftsleiter und die Referendargeschäftsstellen der Oberlandesgerichte.

Fachspezifische Fremdsprachenausbildung für Rechtsreferendare

Fachspezifische Fremdsprachenkenntnisse haben in der heutigen Zeit, die mehr denn je von einer ständig weiter voranschreitenden Globalisierung und einer damit einhergehenden weltweiten Verflechtung der Wirtschaft geprägt ist, zunehmende Bedeutung. Insbesondere für Tätigkeiten in Wirtschaft oder Anwaltschaft wird die Beherrschung mindestens einer Fremdsprache nahezu ausnahmslos vorausgesetzt.

Alle Juristischen Fakultäten in Bayern bieten - in unterschiedlichem Umfang - Vorlesungen oder Kurse in fachspezifischen Fremdsprachen an, die oftmals auch Rechtsreferendaren offen stehen; die zu entrichtenden Gasthörer- bzw. Teilnehmergebühren werden von den Oberlandesgerichten übernommen.

Weitere Angebote

Über diese beispielhaft aufgezählten Ausbildungsangebote hinaus werden von privaten Veranstaltern eine Vielzahl von Kursen, Seminaren etc. abgehalten, die für eine wirtschafts- und anwaltsorientierte Ausbildung der Rechtsreferendare bedeutsam sein können.

Nutzen Sie diese Möglichkeiten! Sie können sich so durch den Erwerb wichtiger Zusatzqualifikationen entscheidende Vorteile für den Start in Ihre spätere Berufstätigkeit verschaffen.

Nähere Auskünfte über das im Ausbildungsbezirk bestehende Veranstaltungsangebot erteilt Ihnen gerne die Referendargeschäftsstelle des für Sie zuständigen Oberlandesgerichts.

Ausbildung in Wirtschaftsunternehmen
Pflichtstationen (Ausbildungsstellen)

Im Rahmen der neunmonatigen Rechtsanwaltspflichtstation können maximal drei Monate bei einem Notariat, einem Unternehmen, einem Verband oder bei einer sonstigen Ausbildungsstelle abgeleistet werden, bei der eine sachgerechte rechtsberatende Ausbildung gewährleistet ist.
Diese muss nicht zwingend bei einem Syndikusanwalt erfolgen [§ 48 Abs. 4 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a JAPO (2003)].

Die Ausbildung in der Zivil- und Verwaltungsstation ist nicht mehr bei einem Wirtschaftsunternehmen oder -verband möglich [§ 48 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 Buchst. a, Nr. 2, Abs. 4 Satz 1 Nrn. 1 und 2 JAPO (2003)].

Anmerkung:
Die Liste hat ausschließlich Informationscharakter. Eine allgemeine Zulassung der genannten Stellen als Ausbildungsstellen ist damit nicht verbunden.

Pflichtwahlpraktikum der Rechtsreferendare in Bayern - Ausbildungsstellen

Allgemeines

Das Pflichtwahlpraktikum nach dem schriftlichen Teil der Zweiten Juristischen Staatsprüfung kann zu einer durch die Examensvorbereitung kaum mehr belasteten Mitarbeit bei einer Vielzahl von Ausbildungsstellen genutzt werden. In dieser Zeit können nicht nur Einblicke in die tägliche Praxis der Ausbildungsstelle gewonnen werden; die Referendare können auch wichtige praktische Erfahrungen sammeln und sich nicht zuletzt der Ausbildungsstelle als interessierte und leistungsfähige Stellenbewerber präsentieren.

Allgemeine Informationen

Allgemein zugelassen für die Ausbildung im Pflichtwahlpraktikum in den einzelnen Berufsfeldern sind zunächst die in Ziffer 1.6 der Gemeinsamen Bekanntmachung der Bayerischen Staatsministerien der Justiz und des Innern und der bayerischen Rechtsanwaltskammern vom 28. April 2005 Az.: PA 2220 - 1587/2004, zuletzt geändert durch Bekanntmachung vom 1. Oktober 2007 (JMBl S. 145), genannten Stellen. Die Bekanntmachung finden Sie unten.

Daneben sind für die einzelnen Berufsfelder eine Vielzahl weiterer - auch ausländischer - Stellen allgemein zugelassen. Auf dieses Verzeichnis der im Pflichtwahlpraktikum allgemein zugelassenen Ausbildungsstellen können Sie unter dem Menüpunkt Stellensuche zugreifen.

Weitere Auskünfte über allgemein zur Ableistung des Pflichtwahlpraktikums zugelassene Ausbildungsstellen erteilen die Oberlandesgerichte und die Regierungen (jeweils Referendargeschäftsstellen). Diese können für die jeweiligen Bereiche im Einzelfall auch weitere Ausbildungsstellen für das Pflichtwahlpraktikum zulassen, wenn ein geeigneter Arbeitsplatz, ein geeigneter Ausbilder und ein geeigneter Ausbildungsplan vorhanden sind sowie eine sachgerechte Ausbildung gewährleistet ist.

Ergänzende Informationen für die Ausbildung im Ausland

Die organisatorischen Einzelheiten für einen Auslandsaufenthalt sind in Ziffer 3.6 der gemeinsamen Bekanntmachung der Bayerischen Staatsministerien der Justiz und des Innern und der bayerischen Rechtsanwaltskammern vom 28. April 2005 Az.: PA 2220 - 1587/2004, zuletzt geändert durch Bekanntmachung vom 1. Oktober 2007 (JMBl S. 145), geregelt.

Auslandsaufenthalte sollten frühzeitig geplant und organisiert werden; sie sind regelmäßig vier Monate vorher bei den Referendargeschäftsstellen der Oberlandesgerichte (für die Berufsfelder "Justiz", "Anwaltschaft" und "Internationales Recht und Europarecht") und den Regierungen (für die Berufsfelder "Verwaltung", "Wirtschaft", "Arbeits- und Sozialrecht" und "Steuerrecht") zu beantragen.

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