Chatten im Netz - Tipps für Eltern und Kinder
Chatten im Internet bringt für Kinder und Jugendliche nicht nur Spaß und viele neue Freunde, sondern auch große Gefahren mit sich. Leider nutzen viele Pädophile die Anonymität im Netz und erschleichen sich in sog. Chatrooms das Vertrauen von Kindern und Jugendlichen. Sie suchen als väterliche Freunde oder als vermeintlich Gleichaltrige gezielt den Kontakt. Durch Manipulation versuchen sie, Kinder und Jugendliche dazu zu bringen, Dinge zu tun, die sie freiwillig niemals tun würden.
Es ist wichtig, die Kinder für die im Netz lauernden Gefahren stark und wachsam zu machen. Kontrolle allein ist nicht unbedingt der einzige oder immer richtige Weg. Vertrauen und Offenheit in der Familie sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass sich die Kinder dann bei den Eltern Hilfe holen, wenn sie sich nicht sicher sind, wer ihr Gegenüber ist und welche Absichten er hat.
Merk rät den Eltern: „Klären Sie Ihre Kinder darüber auf, welche Gefahren im Netz auf sie lauern. Interessieren Sie sich dafür, welche Gesprächspartner Ihre Kinder haben. Stellen Sie klare Regeln für die Kommunikation und den Umgang im Internet auf.“
Diese Grundregeln sollten Kinder beherrschen:
- so wenig wie möglich über sich und ihr Privatleben preisgeben
- nicht alles glauben, was der Chatpartner schreibt
- zu einem verabredeten Treffen nur in Begleitung gehen
- Familie oder Freunde über Treffen immer informieren
- den Chatpartner wissen lassen, dass man Dritte über dieses Treffen informiert hat
- sich nur tagsüber an belebten Orten verabreden
