Dauerausstellung
Willkür "Im Namen des Deutschen Volkes"
"Wer die Freiheit nicht im Blut hat, wer nicht fühlt, was das ist: Freiheit - der wird sie nie erringen." (Kurt Tucholsky, 1935)
Ihren Mut zur Freiheit haben die Geschwister Scholl und vier ihrer Freunde mit dem Leben bezahlt, zehn weitere Mitglieder der
Widerstandsgruppe Weiße Rose
wurden zu zeitigen Freiheitsstrafen verurteilt. Wohin es führen kann, wenn die Dritte Gewalt im Staate ihre Unabhängigkeit verliert, zeigt die
Dauerausstellung Willkür "Im Namen des Deutschen Volkes"
.
Diese ist ab sofort in dem
nahezu vollständig erhaltenen Sitzungssaal 216
(heute 253) zu sehen, in dem am 19. April 1943 der zweite Prozess gegen 14 Angeklagte der Widerstandsgruppe Weiße Rose stattfand. Konzipiert wurde die Ausstellung vom Bayerischen Staatsministerium der Justiz in Zusammenarbeit mit der Weißen Rose Stiftung e.V. Neben den Lichtbildern der insgesamt 17 Angeklagten aus beiden Prozessen und den Kopien einiger Originaldokumente vermittelt insbesondere die Authentizität des Ortes einen bleibenden Eindruck von der Justizwillkür des Dritten Reiches.
Interessierte Besucher sind zu dieser Ausstellung herzlich eingeladen! Der Eintritt ist kostenlos.
Ort, Anfahrt und Öffnungzeiten
Justizpalast, Prielmayerstraße 7, Saal 253
Haltestelle "Karlsplatz (Stachus)" der Linien U4, U5
Tram 16, Tram 17, Tram 18, Tram 27 sowie aller S-Bahnen
Geöffnet: werktags 9.00 Uhr - 16.00 Uhr
außer vom 10.4. - 31.5. und vom 10.10. - 30.11.
Telefon: 089/5597-2550

