05. Mai 2010 - Pressemitteilung Nr. 60/10
Verbraucherbildung wird Pflichtstoff an Bayerns Schulen - Ministerin Merk: "Mit Geld umgehen - aber richtig!"
Bayerns Verbraucherschutzministerin Dr. Beate Merk hat heute an der Parkschule Stadtbergen die neuen Richtlinien für Verbraucherbildung an Schulen vorgestellt. Merk: "Unser Ziel ist es, aus allen Schülerinnen und Schülern verantwortungsvolle und aufgeklärte Verbraucher zu machen."
Die Richtlinien machen die wirtschaftliche Verbraucherbildung bayernweit in allen Schularten und Jahrgangsstufen fächerübergreifend zum Pflichtstoff. Sie wurden vom Bayerischen Verbraucherschutzministerium gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Vertretern der Wirtschaft sowie Verbraucher- und Sozialverbänden entwickelt.
Merk: "Unsere Kinder sind tagtäglich einer Flut von Konsumangeboten ausgesetzt. Mit wenigen Mausklicks schnell einen Musiktitel herunterladen, per gebührenpflichtiger Nummer in Casting-Fernsehsendungen abstimmen, per Handy mal eben ein paar Bilder verschicken - das sind für die Kinder tolle Möglichkeiten, doch über die finanziellen und rechtlichen Auswirkungen wissen sie oft viel zu wenig Bescheid."
Kinder sind für die Verlockungen der Konsumwelt wesentlich empfänglicher und können Vieles noch gar nicht richtig einschätzen. Die Vermittlung von Markt-, Finanz- und Datenkompetenz an den Schulen ist Merk daher ein dringendes Anliegen. Merk: "Die Zahl der überschuldeten Menschen im Alter unter 20 Jahren hat sich in den letzten sechs Jahren mehr als verdoppelt. Das erste Auto, die eigenen 4 Wände, Versicherungen, Altersvorsorge, eine Geldanlage oder ein Kredit - wir müssen junge Menschen fit für den Verbraucheralltag machen. Dazu gehört, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, mit Geld und Daten verantwortungsvoll umzugehen, Märkte zu verstehen, Werbeangebote kritisch zu reflektieren und Kostenfallen zu vermeiden. Und so zu cleveren Verbrauchern werden!"
