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Bayerisches Staatsministerium der Justiz

Justizpalast München, erbaut zwischen 1890 und 1897, Dienstgebäude des bayerischen Staatsministeriums der Justiz sowie des Landgerichts München I

Präsentation der Gedenktafel zur Erinnerung an die jüdischen Kolleginnen und Kollegen in der bayerischen Justiz, die während der Herrschaft des Nationalsozialismus entrechtet, vertrieben, verfolgt oder ermordet wurden

Am 13. Mai 2014 hat der Amtschef des Bayerischen
Justizministeriums Ministerialdirektor Dr. Walter Schön im Beisein der
Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Frau Dr.
h.c. Charlotte Knobloch, im Rahmen einer Feierstunde eine Gedenktafel zur
Erinnerung an die jüdischen Kolleginnen und Kollegen in der bayerischen Justiz
präsentiert, die während der Herrschaft des Nationalsozialismus entrechtet,
vertrieben, verfolgt oder ermordet wurden.

Dr. Schön im Münchner Justizpalast bei diesem Anlass:
"Wir gedenken heute der Kolleginnen und Kollegen in der bayerischen
Justiz, die während der Herrschaft des Nationalsozialismus 1933 bis 1945 als
Juden entrechtet, verfolgt, vertrieben und ermordet wurden. Auf der Gedenktafel
stehen 210 Namen für 210 Einzelschicksale. Es handelt sich um die Namen von 210
Richtern, Staatsanwälten, Notaren, Justizinspektoren, Angestellten und
Rechtsreferendaren, die allein aufgrund ihrer jüdischen Abstammung an ihrer
weiteren Berufsausübung gehindert wurden. Nicht wenige von ihnen wurden später
in Konzentrationslagern grausam ermordet. Andere entgingen diesem Schicksal
durch Emigration oder Selbstmord. Mit unserer Gedenktafel wollen wir die
Ausgrenzung, Entrechtung, Vertreibung und Vernichtung jüdischer Justizbediensteter
und Notare in Bayern sowie ihr persönliches Leid und das ihrer Familien
sichtbar machen. Die Tafel veranlasst uns aufzumerken, damit nicht in
Vergessenheit gerät, was nie wieder passieren darf!"

Gedenktafel

Die Tafel, die von der Mayer’schen Hofkunstanstalt hergestellt  wurde, wird im Bereich der Lichthalle des Münchner Justizpalastes an der östlichen Säule beim Ausgang zum Südvestibül angebracht.

Präsentation der Gedenktafel während der Feierstunde