20. Dezember 2007 - Pressemitteilung 07/07
Umfangreiches Verfahren wegen Graffiti-Schmierereien
Gegen eine Gruppe von zehn Personen aus Selb, Rehau und Plauen führte die Grenzpolizei Selb ein umfangreiches Verfahren wegen Graffiti-Schmierereien. Dank der akribischen Arbeit der Polizei wurden die Täter überführt, die nahezu allesamt vollumfänglich Geständnisse ablegten. In Selb und Umgebung, teilweise auch in Rehau beschmierten sie in erheblichem Umfang eine Vielzahl von Verteilerkästen, Türen, Brückenpfeilern, Verkehrszeichen und andere Objekte mit sogenannten „Tags“. Das sind unästhetische Schriftzüge, die als Erkennungszeichen auf den jeweiligen Urheber hindeuten und grundsätzlich nur von ihm benutzt werden.
Zweimal gingen drei der Täter sogar komplette Nahverkehrszüge an. In diesem Zusammenhang beschmierten sie Wartehäuschen und Fahrkartenautomaten am Bahnhof in Selb. Der Haupttäter aus dem Trio, ein 17jähriger Auszubildender aus Selb beschädigte in 117 Fällen verschiedenste Objekte. Er richtete einen Sachschaden von ca. 46.000 € an. Die beiden anderen, Schüler aus Selb im Alter von 20 bzw. 18 Jahren, sind für rund 40 Fälle mit einem Sachschaden von ca. 33.000 € verantwortlich.
Gegen diese drei Täter und gegen einen weiteren aus der Gruppe wurde eine 36-seitige Anklage zum Jugendschöffengericht Wunsiedel erhoben. Der vierte im Bunde, ein ebenfalls 20jähriger Schüler aus Selb, beschmierte zwar keine Nahverkehrszüge, er brachte es aber immerhin noch auf 21 Fälle mit einem Sachschaden von ca. 16.000 €.
