22. Dezember 2006 - Pressemitteilung 08/06
Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft München I in Sachen Siemens
Die Vernehmungen von Beschuldigten und Zeugen durch Staatsanwaltschaft und Polizei sind zunächst abgeschlossen. Der Tatverdacht der Untreue zum Nachteil der Firma Siemens AG durch die Bildung „schwarzer Kassen“ ist aufgrund der umfassenden Angaben der Beschuldigten weiter erhärtet worden.
Die Haftbefehle gegen 5 Beschuldigte, die sich zum Zeitpunkt der Verlautbarung vom 06.12.2006 noch in Haft befanden, sind gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt, so dass sich im Ermittlungskomplex Siemens kein Beschuldigter mehr in Haft befindet.
Die Ermittlungen dauern fort. Die Firma Siemens AG sowie alle Beschuldigten haben Kooperationsbereitschaft gezeigt und dies auch für die Zukunft signalisiert. In den kommenden Wochen stehen die Bewertung der Aussagen und die Auswertung der sichergestellten Unterlagen an. Einzelheiten zu beteiligten Personen und Firmen sowie Geldbewegungen können daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gemacht werden.
Mit Blick auf zahlreiche Presseveröffentlichungen in der Süddeutschen Zeitung, die einen solchen Eindruck erwecken, wird klargestellt, dass entsprechende Informationen nicht von der Staatsanwaltschaft gegeben wurden.
Schmidt-Sommerfeld
