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Oberlandesgericht Nürnberg

Justiz ist für die Menschen da – Recht Sicherheit Vertrauen

Pressemitteilung 18 vom 01.12.15

Oberlandesgericht Nürnberg: Wechsel im Vorsitz mehrerer Senate

Insgesamt drei Zivilsenate des Oberlandesgerichts Nürnberg bekommen im letzten Quartal dieses Jahres neue Vorsitzende.



Justizminister Prof. Dr. Bausback hat die Richterin am Oberlandesgericht Waltraut Bayerlein sowie die Richter am Oberlandesgericht Dr. Roland Holzberger und Dr. Martin Strößenreuther zu Vorsitzenden Richtern am Oberlandesgericht Nürnberg ernannt.

Sie treten die Nachfolge der Senatsvorsitzenden Rainer Rebhan (14. Zivilsenat), Reinhard Steckler (13. Zivilsenat) und Stephan Kammerer (4. Zivilsenat) an.


Bereits zum 1. Oktober 2015 hat Dr. Roland Holzberger den Vorsitz des 14. Zivilsenats übernommen.

Herr Dr. Holzberger begann seine Justizlaufbahn 1987 als Richter bei dem Landgericht Nürnberg-Fürth. Von 1989 bis 1992 war er als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth tätig. Von 1992 bis 2004 war er als Richter am Amtsgericht Nürnberg eingesetzt und dort insbesondere mit Wohnungseigentumssachen, allgemeinen Zivilsachen, Straf- und Familiensachen befasst.

Im Juni 2004 wurde er zum Richter am Oberlandesgericht Nürnberg ernannt und war dort überwiegend im Zivilrecht und im Familienrecht tätig.
Seit 2005 ist er neben seiner richterlichen Tätigkeit mit Verwaltungsaufgaben betraut. Zudem ist er seit vielen Jahren Mitglied des Präsidiums des Oberlandesgerichts.



Waltraut Bayerlein führt seit dem 1. Dezember 2015 den Vorsitz im 7. Zivilsenat und Senat für Familiensachen.

Auch sie begann 1985 ihren Dienst in der bayerischen Justiz als Richterin am Landgericht Nürnberg-Fürth und war dann von 1988 bis Ende 1991 - unterbrochen durch Mutterschutz und Erziehungsurlaub - Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Zum 1. Januar 1992 kehrte sie als Richterin zurück an das Landgericht Nürnberg-Fürth, wo sie bis April 2000 tätig war – unterbrochen durch einen weiteren Erziehungsurlaub und eine Abordnung an das Oberlandesgericht Nürnberg.
Im April 2000 wurde Frau Bayerlein zur Gruppenleiterin bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth und im Mai 2002 zur Oberstaatsanwältin bei der Generalstaatsanwaltschaft in Bamberg ernannt.

Im November 2003 wechselte sie als Richterin an das Oberlandesgericht Nürnberg, wo sie zunächst überwiegend mit Bausachen und allgemeinen Zivilsachen und zuletzt mit Familiensachen befasst war. Neben ihrer richterlichen Tätigkeit war sie mit Verwaltungsangelegenheiten des Oberlandesgerichts betraut und dort vor allem für Angelegenheiten im Zusammenhang mit dem Sitzungssaal 600, dem Memorium Nürnberger Prozesse und der Akademie Nürnberger Prinzipien sowie für Auslands-kontakte und Hospitationen ausländischer Richter zuständig.

Zudem ist sie seit 2014 Mitglied des Präsidiums des Oberlandesgerichts Nürnberg und seit 2013 Vorsitzende des Richterrats.


Dr. Martin Strößenreuther steht seit dem 1. Dezember 2015 dem 13. Zivilsenat vor, der sich im Schwerpunkt mit Bausachen befasst.

Herr Dr. Strößenreuther trat 1990, nachdem er zuvor ein Jahr als Rechtsanwalt tätig war, als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth in den höheren Justizdienst ein. Von Mai 1994 bis Ende 1995 wurde er an die Staatsanwaltschaft Chemnitz abgeordnet, wo er die Leitung der Schwerpunktabteilung zur Verfolgung von Wirtschaftsstrafsachen und zur Verfolgung von Vereinigungskriminalität über-nahm.

Zum 1. Januar 1996 wurde er zum Richter am Amtsgericht Nürnberg ernannt, wo er seit 2001 neben seiner richterlichen Tätigkeit auch Verwaltungsaufgaben innehatte.

Im Januar 2003 kehrte er als Gruppenleiter zurück zur Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, wo er für Wirtschaftsstrafsachen zuständig war.

Im Oktober 2006 wurde Herr Dr. Strößenreuther schließlich zum Richter am Oberlandesgericht Nürnberg ernannt. Neben seiner richterlichen Tätigkeit war er dort - zunächst als Referent und seit Oktober 2014 als Referatsleiter - in der Verwaltungsabteilung tätig. Zudem war er über viele Jahre hinweg stellvertretender Pressesprecher der Nürnberger Justizbehörden.



Rainer Rebhan startete seine Justizlaufbahn 1978 als Richter am Landgericht Nürnberg-Fürth. Bereits zwei Monate später wurde er an das Amtsgericht Neustadt a.d.Aisch abgeordnet. Im Januar 1980 kehrte er an das Landgericht zurück, blieb aber bis August mit einem Teil seiner Arbeitskraft weiterhin dem Amtsgericht Neustadt a.d.Aisch zugewiesen.

Im Juni 1981 wurde Herr Rebhan an die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth versetzt, wo er unter anderem für politische Strafsachen zuständig war.

Im März 1986 kehrte er als Richter an das Landgericht Nürnberg-Fürth zurück. Im Oktober 1989 wurde er zum hauptamtlichen Leiter von Arbeitsgemeinschaften für Rechtsreferendare bestellt und in dieser Funktion im September 1994 zum Richter am Oberlandesgericht Nürnberg ernannt. Seine Tätigkeit als hauptamtlicher Arbeitsgemeinschaftsleiter endete im Juni 1998. In der Folge war er als Richter am Oberlandesgericht tätig und dabei zunächst einem Strafsenat und später einem Zivilsenat zugewiesen.

Zum 1. Januar 2009 wurde er schließlich zum Vorsitzenden Richter am Oberlandesgericht Nürnberg ernannt und führte dort den Vorsitz im 14. Zivilsenat.

Neben seiner richterlichen Tätigkeit war Herr Rebhan mit Verwaltungsangelegenheiten (Europaangelegenheiten, Dienstaufsichtsbeschwerden und Landtagseingaben) befasst und seit 1991 Prüfer bei juristischen Staatsexamina. Zudem war er Mitglied des Bayerischen Anwaltsgerichtshofes.

Seit September 2015 befindet sich Herr Rebhan in der Freistellungsphase der Altersdienstermäßigung.


Reinhard Steckler war nach dem Zweiten Juristischen Staatsexamen im Jahr 1981 zunächst als Akademischer Rat an einem Lehrstuhl für Zivilrecht und Zivilprozessrecht an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen tätig. Im Februar 1985 begann er seinen Dienst in der höheren bayerischen Justiz als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. 1988 wurde er zum Richter am Landgericht Nürnberg-Fürth ernannt, wo er bis 1997 in den unterschiedlichsten Bereichen tätig war. Von September 1992 bis Juni 1995 war er an das Oberlandesgericht Nürnberg abgeordnet.

Im September 1997 wurde Herr Steckler zum Richter am Oberlandesgericht Nürnberg ernannt und gehörte seitdem dem 13. Zivilsenat an, der im Schwerpunkt für Bausachen zuständig ist. Nachdem er im Juli 2006 zum Vorsitzenden Richter am Oberlandesgericht Nürnberg ernannt worden war, führte er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand am 31. Oktober 2015 den Vorsitz in diesem Senat.

Von März 2001 bis Ende 2004 war Herr Steckler zusätzlich Mitglied und Vertreter des Vorsitzenden des Berufsgerichts für Architekten und des Berufsgerichts für die Mitglieder der Bayerischen Ingenieurkammer-Bau.
Zudem war Herr Steckler neben seiner richterlichen Tätigkeit über viele Jahre hinweg mit Verwaltungsaufgaben, hauptsächlich im Bereich der Dienstaufsicht, befasst.



Stephan Kammerer begann seinen Justizdienst im November 1976 als Richter am Amtsgericht Nürnberg. Im Oktober 1978 wurde er an das Landgericht Nürnberg-Fürth versetzt und zunächst an das Amtsgericht Schwabach abgeordnet. Nach einer Tätigkeit in der Jugendkammer des Landgerichts wechselte er im Juni 1979 als Staatsanwalt an die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, der er bis 1981 angehörte.

Im November 1981 kehrte er als Richter zum Amtsgericht Nürnberg zurück.

1987 erfolgte seine Ernennung zum Staatsanwalt als Gruppenleiter bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, wobei er zunächst an die Staatsanwaltschaft Ansbach abgeordnet war und ab Juli 1988 an die Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg. Von Juni 1989 bis August 1991 war Herr Kammerer dann bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth tätig, unter anderem als Leiter der Zweigstelle in Fürth.

Im September 1991 wurde Herr Kammerer erneut an die Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg abgeordnet. Mit Wirkung zum 1. März 1993 wurde er dort zum Oberstaatsanwalt ernannt.

Zwischen März 1994 und Ende 1995 war er an das Sächsische Staatsministerium der Justiz abgeordnet und übernahm dort das Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, bis er Anfang 1996 an die Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg zurückkehrte.

Im September 1996 wurde er zum Richter am Oberlandesgericht Nürnberg ernannt und war dort zunächst in einem Strafsenat und später in einem Zivilsenat tätig. Im Oktober 2005 wurde er schließlich zum Vorsitzenden Richter am Oberlandesgericht Nürnberg ernannt und stand bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand am 30. November 2015 dem 4. Zivilsenat vor.

Neben seiner richterlichen Tätigkeit war Herr Kammerer über viele Jahre hinweg zunächst als Referent und seit Januar 2005 als Referatsleiter in der Verwaltungsabteilung des Oberlandesgerichts tätig und dort insbesondere für das Haushaltswesen verantwortlich.




Dr. Michael Hammer
Richter am Oberlandesgericht
Justizpressesprecher