Menü

Staatsanwaltschaft München II

Pressemitteilung 1 vom 15.03.17

1. Pressemitteilung Audi

Im Zusammenhang mit der sog. „AUDI-Abgasaffäre“ hat die
Staatsanwaltschaft München II ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachts des Betruges und der strafbaren Werbung eingeleitet.
Gegenstand der Ermittlungen ist der Verkauf von insgesamt ca. 80.000 Kraftfahrzeugen, die mit von der Audi AG entwickelten V6-3.0-Liter-Dieselmotoren ausgestattet sind, auf dem US-amerikanischen Markt im Zeitraum von 2009 bis 2015. Es besteht der Verdacht, dass in diese Kraftfahrzeuge technische Vorrichtungen zur Manipulation von Abgaswerten eingebaut wurden, um die US-amerikanischen Abgasgrenzwerte einzuhalten, und die Käufer diesbezüglich nicht informiert wurden.
Absatzgeschäfte auf dem europäischen Markt sind nicht Gegenstand der Ermittlungen, da nach den bislang vorliegenden Auskünften des Kraftfahrt-Bundesamtes insoweit eine unzulässige Beeinflussung von Abgaswerten nicht festgestellt werden kann.
Im Rahmen der Ermittlungen werden heute durch mehrere Staatsanwälte und Beamte der Landeskriminalämter Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts München an Standorten der AUDI AG sowie an 7 weiteren Orten vollzogen.
Mit dem Vollzug der Durchsuchungsbeschlüsse soll insbesondere geklärt werden, welche Personen an der Verwendung der maßgeblichen Technik und ggf. an unrichtigen Angaben gegenüber Dritten beteiligt waren.
Weitergehende Auskünfte können mit Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen derzeit nicht gegeben werden.


gez. Heidenreich
Oberstaatsanwalt
Pressesprecher