Menü

Staatsanwaltschaft München II

Pressemitteilung 16 vom 28.05.2020

Angriff auf Starnberger Polizeiinspektion - Anklage erhoben

Die Staatsanwaltschaft München II hat im Zusammenhang mit der am 25.07.2019 erfolgten Auseinandersetzung zwischen Polizeibeamten der Polizeiinspektion Starnberg und einer Gruppe von Jugendlichen und Heranwachsenden am 19.03.2020 gegen sechs Jugendliche Anklage zum Amtsgericht Starnberg erhoben.
Bereits am 13.02.2020 war wegen des Geschehens Anklage gegen weitere vier Jugendliche und einen Heranwachsenden zum Amtsgericht Starnberg erhoben worden.
Den Angeschuldigten werden tätliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte, Widerstandshandlungen, Körperverletzungsdelikte, Landfriedensbruch, Sachbeschädigung, Beleidigung und versuchte Gefangenenbefreiung vorgeworfen.
Anlass der Auseinandersetzung war die Nichtbefolgung eines mehrfach ausgesprochenen Platzverweises durch einen der nunmehr Angeschuldigten. Dieser wurde infolgedessen durch zwei Polizeibeamte in Gewahrsam genommen und sollte zur Polizeiinspektion Starnberg verbracht werden. Hiergegen setzte er sich zur Wehr, während sich zeitgleich eine Gruppe aus etwa 40 bis 50 Personen, worunter sich die weiteren nunmehr Angeschuldigten befanden, zusammenrottete und die Freilassung des Angeschuldigten forderte. In Richtung der Polizeibeamten erfolgten aus der Gruppe heraus Schläge, Tritte und Schubsen.
Als die Polizeibeamten sich auf den Weg zur Dienststelle machten, wurden sie von mindestens der Hälfte der Personen der Gruppe schreiend verfolgt, wobei erneut aus der Gruppe heraus in Richtung der Polizeibeamten geschlagen und geschubst wurde.
An der Dienststelle angekommen wurden die Polizeibeamten sowie Security-Mitarbeiter, welche bei einem Schulfest eines nahe gelegenen Gymnasiums eingesetzt waren, weiterhin massiv von der Personengruppe durch Schreien, Schlagen und Schubsen bedrängt.
Nachdem die Beamten sich in die Dienststelle begeben hatten, wurde aus der Personengruppe heraus versucht, die Türe aufzuhalten und nach dem Schließen diese durch Tritte und Schläge zu beschädigen. Ein Schild und ein Briefkasten wurden durch Schläge beschädigt, ein Fenster der Dienststelle durch den Wurf einer Flasche und von Steinen.
Insgesamt waren letztendlich 70 Polizeibeamte zur Unterstützung vor Ort.

Andrea Mayer
Oberstaatsanwältin
Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft München II