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Staatsanwaltschaft Aschaffenburg

Pressemitteilung 2 vom 18.01.2026

Verdacht auf gewerbsmäßigen Handel mit Betäubungsmitteln - Großangelegte Durchsuchungsaktion von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft - Drogen und Waffen sichergestellt - Vier Tatverdächtige festgenommen

Gemeinsame Presseerklärung des PP Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 17.01.2026 - Bereich Untermain und Nachtrag vom 19.01.2026

ASCHAFFENBURG / LKR. ASCHAFFENBURG UND LKR. MILTENBERG. Umfangreiche und intensive Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft in Aschaffenburg führten in der Nacht zum Samstag zu einem großangelegten Polizeieinsatz. Bei der Durchsuchung einer Vielzahl von Objekten in Aschaffenburg und am gesamten Bayerischen Untermain waren rund 200 Einsatzkräfte der Polizei involviert. Herbei wurden vier Tatverdächtige festgenommen sowie Drogen, Waffen und Wertgegenstände als Beweismittel beschlagnahmt. Die vier Männer werden im Laufe des Wochenendes am Amtsgericht vorgeführt.

Großangelegte Durchsuchungsaktion in der Würzburger Straße

Durch umfangreiche Ermittlungsarbeit der Kriminalpolizei Aschaffenburg, stets in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft, konnte in den letzten Monaten der Verdacht des schwunghaften Handels mit Kokain in mehreren Gaststätten in der Würzburger Straße erhärtet werden. Dies führte zu einer großangelegten Durchsuchungsaktion, von der zunächst drei Gaststätten betroffen waren. Unter Führung der Kriminalpolizei war eine Vielzahl von Unterstützungskräften benachbarter Dienststellen und der Bayerischen Bereitschaftspolizei sowie ein Vertreter der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg mit vor Ort involviert.

Gegen 06:00 Uhr wurde eine Gaststätte schlagartig durch Polizeikräfte betreten und durchsucht. Dabei wurden auch die dort befindlichen Gäste festgesetzt und in die entsprechenden Folgemaßnahmen integriert. Im Zuge dessen war unter anderem auch eine zeitweise Sperrung von zwei Fahrstreifen der Würzburger Straße stadtauswärts notwendig. Zwei weitere, zu diesem Zeitpunkt nicht geöffnete Gaststätten, wurden im Zuge dessen ebenfalls durchsucht.

Weitere Durchsuchungen am gesamten Untermain

Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse der Ermittler war deutlich geworden, dass hinter den mutmaßlichen Verkäufen über die Gaststätten ein größeres Netzwerk steckt. Die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg hat noch am frühen Morgen entschieden insgesamt neun weitere Objekte, unter anderem mehrere Wohnungen, ebenfalls durchsuchen zu lassen. Die beiden Haupttatverdächtigen, zwei Männer im Alter von 35 und 44 Jahren mit kosovarischer Staatsangehörigkeit, konnten festgenommen werden. Auf Grund vorliegender polizeilicher Erkenntnisse war bei den Festnahmen auch ein Spezialeinsatzkommando (SEK) im Einsatz.

Im Zuge der Durchsuchungen konnten Betäubungsmittel, rund 100 Gramm Kokain sowie Waffen und Schutzwesten sichergestellt werden. Es handelte sich bei den Waffen um ein Kampfmesser, eine Schreckschusspistole und zwei Schlagstöcke. Auch mutmaßlich durch den Handel mit Kokain finanzierte Wertgegenstände, zum Beispiel eine Harley-Davidson und mehrere zehntausend Euro in Bargeld und Kryptowährungen, der Tatverdächtigen wurden beschlagnahmt.

Haftbefehle vollstreckt - Ermittlungen dauern weiter an

Für die beiden Haupttatverdächtigen und einen weiteren Beteiligten wurden bereits im Vorfeld über die Staatsanwaltschaft Haftbefehle am Amtsgericht beantragt. Diese sind im Zuge des Einsatzes vollstreckt worden. Insgesamt wurden vier Tatverdächtige im Rahmen des Einsatzes festgenommen. Die vier Männer werden am Wochenende am Amtsgericht Aschaffenburg vorgeführt.

Die Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft sind mit der Festnahme der Tatverdächtigen noch nicht beendet und werden auch in den folgenden Wochen fortgesetzt.

 

Nachtrag zur Pressemeldung am 19.01.2026:

Die vier festgenommenen Tatverdächtigen wurden im Laufe des Wochenendes auf Anordnung der Staatsanwaltschaft einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht vorgeführt. Gegen vier Beschuldigte wurde die Untersuchungshaft angeordnet. In einem Fall wurde der Haftbefehl außer Vollzug gesetzt. Der Vorwurf lautet Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Bei drei Beschuldigten geht es außerdem um den Vorwurf der räuberischen Erpressung.

Die Durchsuchungen in der Stadt Aschaffenburg und in Gemeinden der Landkreise Aschaffenburg und Miltenberg wurden durchgeführt, da der Verdacht besteht, dass mehrere Personen in den Handel mit Kokain verwickelt sind. Die diesbezüglichen Ermittlungen wurden im Sommer 2025 aufgenommen und dauerten seither an.

Zum Zeitpunkt der Durchsuchung in der Gaststätte war bekannt, dass sich darin noch Gäste befanden.

Die rund 100 Gramm Kokain wurden teilweise in einer Wohnung und teils in einer Gaststätte sichergestellt.