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Generalstaatsanwaltschaft Bamberg

Justiz ist für die Menschen da – Recht Sicherheit Vertrauen

Pressemitteilung 7 vom 13.12.16

ZCB - Kooperation mit Uni Bamberg

Gemeinsam gegen Cybercrime - Stärkung des Justiz-und Wissenschaftsstandorts Bamberg

Der Generalstaatsanwalt in Bamberg, Thomas Janovsky, und der Präsident der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Prof. Dr. theol. Dr. phil. habil. Godehard Ruppert, haben heute feierlich eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. In diesem Rahmen wollen die bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg angesiedelte Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) und die Universität Bamberg künftig aktuelle technische Fragestellungen und neue Entwicklungen im Bereich Cyberkriminalität aufdecken und untersuchen. Bayerns Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback zu diesem Anlass: "Mit der Zusammenarbeit zwischen unserer hochspezialisierten Zentralstelle Cybercrime und den Lehrstühlen der renommierten Bamberger Informatikfakultät stärken wir den Justiz- und Wissenschaftsstandort Bamberg als Zentrum der Bekämpfung und Erforschung der Cyberkriminalität in Bayern. Ich bin sicher: Die mit der Kooperation verbundenen Synergieeffekte werden es uns ermöglichen, noch konsequenter und effektiver neue Kriminalitätsformen im Computerbereich zu bekämpfen."

Generalstaatsanwalt Janovsky erläutert: "Ziel der Kooperation ist es, unsere Zentralstelle Cybercrime in die Lage zu versetzen, das wissenschaftliche Know-how der Forscher der Universität Bamberg für eine effektivere Strafverfolgung zu nutzen."

Präsident Ruppert ergänzt: "Die verschiedenen Arbeitsgruppen an der Universität Bamberg sollen anhand der praktischen Erfahrungen der Zentralstelle Cybercrime neue praxisrelevante Forschungsbereiche für ihre Forschungsarbeiten erkennen und die Erfahrungen der Zentralstelle im Bereich der IT-Sicherheit auch in das Lehrangebot für ihre Studierenden einbringen können."

Seit dem 01.01.2015 ist die ZCB bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg bayernweit zuständig für die Bearbeitung herausgehobener Ermittlungsverfahren im Bereich der Cyberkriminalität. Daneben befasst sich die ZCB auch mit verfahrensunabhängigen Fragestellungen aus dem Bereich der Cyberkriminalität, um aktuelle Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und nachhaltig bekämpfen zu können, sowie mit der Aus- und Fortbildung der Bayerischen Staatsanwaltschaften auf diesem Gebiet.

Die Universität Bamberg wiederum hat seit der Gründung der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik im Jahre 2001 konsequent eine leistungsfähige, anwendungsbezogen ausgerichtete Informatikfakultät mit bundesweit einmaligem interdisziplinären Zuschnitt aufgebaut. Forschungsbereiche liegen neben den theoretischen und praktischen Grundlagen der Informatik u.a. in allen wichtigen Bereichen der Wirtschaftsinformatik. Dort sind alle wichtigen Grundlagen für die Bearbeitung von Sicherheitsfragen in modernen IT-Systemen vorhanden.

Konkret geplant ist ein gegenseitiger Austausch von Informationen in anonymisierter Form über neue informationstechnische und kriminologische Entwicklungen im Bereich der Computer- und Internetkriminalität sowie Möglichkeiten ihrer Erkennung, Abwehr und Bekämpfung. Darüber hinaus ist beabsichtigt, dass sich die ZCB an Lehrveranstaltungen der Universität (Vorlesungen, Seminaren) beteiligt, um den Studierenden die Thematik Computer- und Internetkriminalität nahe zu bringen. Die Universität Bamberg ihrerseits will die ZCB bei der Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter der Bayerischen Staatsanwaltschaften unterstützen. Beide arbeiten zudem in Zukunft bei öffentlichen Vorträgen, Veranstaltungen, Fortbildungen, Tagungen oder Workshops eng zusammen.

Um diese Ziele bestmöglich zu erreichen, werden die Universität Bamberg und der Generalstaatsanwalt in Bamberg eine gemeinsame Arbeitsgruppe „Cyberkriminalität und IT-Sicherheit“ ins Leben rufen. Ihre Aufgabe wird es sein, die geplanten Maßnahmen zu koordinieren und den gegenseitigen Erfahrungsaustausch zu gewährleisten. Auf den Schutz personenbezogener und die Geheimhaltung sonstiger sensibler Daten wird im Rahmen der Kooperation größter Wert gelegt. Dies ist in der Vereinbarung ausdrücklich geregelt.