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Generalstaatsanwaltschaft Bamberg

Justiz ist für die Menschen da – Recht Sicherheit Vertrauen

Pressemitteilung 4 vom 16.02.2018

Gemeinsame Presseerklärung der Zentralstelle Cybercrime Bayern und des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd

Weil er kinderpornografisches Material ins Internet hochgeladen und seine Tochter schwer sexuell missbraucht haben soll, ermitteln die Zentralstelle Cybercrime Bayern der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg und die Kriminalpolizei Miesbach gegen einen 27 Jahre alten Mann. Er wurde vor wenigen Tagen festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Die bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg errichtete Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB), zuständig für die Bearbeitung herausgehobener Ermittlungsverfahren im Bereich der Cyberkriminalität, und die örtlich zuständige Kriminalpolizeistation Miesbach führen seit einigen Wochen Ermittlungen gegen einen 27 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Miesbach. Gegen ihn haben sich Verdachtsmomente im Hinblick auf die Verbreitung von kinderpornografischem Material und den schweren sexuellen Missbrauch seiner eigenen Tochter ergeben.

Bei einer richterlich angeordneten Durchsuchung im Januar zunächst nur wegen des Verdachts der Verbreitung von Kinderpornografie wurden Computer und Zubehör des Tatverdächtigen sichergestellt. Die sofort durchgeführte Auswertung erhärtete die Verdachtsmomente gegen den 27-Jährigen. Zudem ergaben sich im weiteren Verlauf Anhaltspunkte da-für, dass der Beschuldigte selbst Missbrauchshandlungen an seiner eigenen Tochter im Kleinkindalter begangen hat. Die Ermittler gehen davon aus, dass er das Mädchen über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren hinweg mehrfach schwer sexuell missbraucht und dabei selbst kinderpornografisches Material produziert hat.

Staatsanwaltschaft und Polizei reagierten sofort auf die neuen Erkenntnisse, um das Mädchen vor weiteren Taten zu schützen: Auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg erließ der Ermittlungsrichter einen Haftbefehl, seit dem 10. Februar sitzt der 27-Jährige in Untersuchungshaft.

Seit dem 1. Januar 2015 besteht bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg die Zentralstelle Cybercrime Bayern. Diese Zentralstelle ist bayernweit zuständig für die Bearbeitung herausgehobener Ermittlungsverfahren im Bereich der Cyberkriminalität. Sie ermittelt in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Spezialisten der bayerischen Polizei z.B. bei Angriffen auf bedeutende Wirtschaftszweige oder bei Verfahren aus dem Bereich der organisierten Cyberkriminalität. Auch dann, wenn ein hoher Ermittlungsaufwand im Bereich der Computer- und Informationstechnik abzuarbeiten ist, werden die Staatsanwälte der Zentralstelle tätig.