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Landgericht Bayreuth

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Justizpalast Bayreuth

Wittelsbacherring 22, 95444 Bayreuth

Justizpalast - historisch

Der monumentale Sandsteinquaderbau mit Mansarddach wurde von 1901 bis 1904 als Zentraljustizgebäude errichtet. Beeinflusst wurde die damalige Justizarchitektur durch die imposanten Justizpaläste in Brüssel und München. Justizgebäude repräsentieren und symbolisieren in besonderer Weise die jeweilige politische Struktur und Rechtskultur, das Selbstverständnis und die Verfassungslage eines Staates.

Im Justizpalast wurden das Landgericht mit Schwurgericht, das Amtsgericht und die Staatsanwaltschaft unter einem Dach vereint. Die beiden Weltkriege hat das Gebäude, das zu Kriegszeiten mehrfach auch als Lazarett genutzt wurde, nahezu unbeschadet überstanden. Nach dem 2. Weltkrieg war der Justizpalast für kurze Zeit Sitz der amerikanischen Kommandantur.

Das Gebäude steht seit 1975 unter Denkmalschutz. Es wurde am 12.12.1984 in das Verzeichnis der "geschützten Kulturgüter" der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten aufgenommen.

Heute beherbergt der Bayreuther Justizpalast das Landgericht, Abteilungen des Amtsgerichts und die Staatsanwaltschaft Bayreuth.

Eine konkrete stilistische Einordnung des Justizpalastes ist schwierig. Es finden sich barocke Anleihen, sowohl bezüglich der Gesamtanlage mit Pavillon und Risaliten, aber auch der Einzelformen. Es gibt zudem verschiedene Merkmale eines historisierenden Jugendstils, welche sich auch am zeitgleich errichteten Präsidialbau der Regierung von Oberfranken wiederfinden.
Die Verbindung mit fürstbischöflichen Bauten in Franken spricht auch gegen einen preußisch geprägten Markgrafenstil. Das Zentraljustizgebäude kann deshalb als barockisierender Bau mit Jugendstilelementen bezeichnet werden.

Justizpalast - Treppenaufgang

Auftraggeber für den Bau war das Bayerische Justizministerium mit der Planungs- und Rechnungsprüfungsinstanz der Obersten Baubehörde. Der Auftrag für das Neubauprojekt erging am 10.01.1900 an das Königliche Landbauamt Bayreuth.
Besonders sehenswert sind das Vestibül und das daran angrenzende Haupttreppenhaus mit seiner dreischiffigen und dreijochigen Anlage, wobei das mittlere Schiff breiter ist. Kreuzgratgewölbe überspannen die einzelnen Joche.

Ein Schmuckstück ist der im zweiten Stock gelegene Schwurgerichtssaal, dessen Längswände mit verzierten Holzvertäfelungen und einer textilen Wandbespannung versehen sind. Die Decke ist aufwändig mit Stuck und einem farbigen Glasmosaikfeld verziert. Zur Bauzeit besaß in Oberfranken nur Bayreuth einen Schwurgerichtssaal, denn der „Oberfränkische Schwurgerichtshof“ war am Regierungssitz errichtet. Hier wurde die gesamte Schwerkriminalität Oberfrankens abgeurteilt.

Justizpalast - Deckenmosaik

Daneben bieten die beiden Sitzungssäle im Mittelbau Einblicke in die Bauzeit des Gebäudes, da im 2. Obergeschoss die komplette Ausstattung erhalten blieb und im 1. Obergeschoss die sehr aufwändig gestaltete Holzkassettendecke saniert werden konnte.

In der Zeit von 2008 bis 2014 wurde der Justizpalast Bayreuth mit einem Kostenaufwand von über 10 Millionen Euro einer Generalsanierung unterzogen, die auch den Belangen des Denkmalschutzes gebührend Rechnung getragen hat.