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Justiz ist für die Menschen da – Recht Sicherheit Vertrauen

Grundbuchamt

Betrügerische Masche in Grundbuchsachen im Internet


Wir WARNEN vor etwaigen dubiosen Internetseiten in Grundbuchangelegenheiten:


Bereits seit Frühjahr 2015 treten bayernweit gehäuft folgende Fälle auf: Von bestimmten "Dienstleistern" wurden Bürgern Beträge ab 29,- EUR für einen Grundbuchauszug vom Konto abgebucht. Der bestellte Grundbuchauszug kam jedoch nicht beim jeweiligen Eigentümer an.

Zusatzinformation Juli 2018:

Mittlerweile existieren auch Seiten im Internet, auf denen reine Anträge bzw. Formulare bzw. Hilfe zur Beantragung eines Grundbuchauszugs kostenpflichtig angeboten werden.

Wir weisen ausdrücklich auf Folgendes hin:

  • Ein unbeglaubigter Grundbuchauszug kostet nach der offiziellen Gebührenordnung (GNotKG) 10,- EUR. Dafür erhalten Sie eine separate Rechnung von der Landesjustizkasse in Bamberg.
  • Mit den diversen freien Dienstleistungsanbietern in Grundbuchsachen im Internet hat das Grundbuchamt nichts zu tun.
  • Diese Anbieter leiten die auf der dortigen Webseite ausgefüllten Formulare nur an das Grundbuchamt weiter.  
  • Auf unserer Webseite ist es weder nötig noch möglich, dass Sie Ihre eigene Bankverbindung vorab in ein Feld eingeben.
  • Ist ein Impressum vorhanden? Auf unserer Webseite finden Sie ein Impressum, das auf das Amtsgericht Neuburg a.d.Donau hinweist.
  • Zur Bestellung eines Grundbuchauszuges - für Ihren Grundbesitz im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen - können Sie die von uns nachfolgend eingestellten Formulare benutzen. Je nach Wunsch ist dieses direkt am PC oder nach Ausdruck mit der Hand ausfüllbar.
  • Das reine Formular auf unserer Webseite ist selbstverständlich kostenlos.


Damit Sie auf der sicheren Seite sind, sollten Formulare nur von Seiten heruntergeladen werden, die in der Browserzeile für die bayerischen Gerichte mit

"www.justiz.bayern.de"

beginnen.

Ansprechpartner

Sie erreichen uns wie folgt:

Telefonisch (Geschäftsstelle):
08431 / 588-150
oder
08431 / 588-147

Faxnummer: 08431 / 588-253

Aufgaben des Grundbuchamts

  • Die Kernaufgaben des Grundbuchamts sind in der Grundbuchordnung (GBO) geregelt. Sachlich ist das Grundbuchamt für die Führung der Grundbücher und die entsprechenden Eintragungen und Änderungen von Rechtsverhältnissen in den einzelnen Grundbuchblättern zuständig. Dazu gehört auch die Entscheidung über die Gewährung von Grundbucheinsicht und Erteilung von Grundbuchauszügen (siehe Beschreibung in den nachfolgenden Absätzen "Grundbucheinsicht" und "Grundbuchauszug".
  • Das Grundbuchamt Neuburg an der Donau ist örtlich für Grundstücke bzw. Immobilien zuständig, die im Bezirk des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen liegen.
  • Im Grundbuchamt werden alle Grundstücke des Gerichtsbezirks (Größe, Lage, Beschrieb) und die Rechtsverhältnisse hieran (Eigentum, Belastungen) registriert.
  • Die Rechtsverhältnisse werden in einem sogenannten Grundbuchblatt erfasst, in der Regel wird für jedes Grundstück ein Grundbuchblatt geführt. Es können aber auch mehrere Grundstücke auf einem Grundbuchblatt eingetragen sein.
  • Das Grundbuchamt vollzieht die von einem Notar vorgelegten Urkunden (beispielsweise landwirtschaftliche Übergabeverträge, Überlassungs- und Kaufverträge über Grundstücke, Eigentumswohnungen, Erbbaurechte und sonstige Immobilien). Aufgrund gesetzlicher Vorgaben im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ist die Beurkundung eines solchen Vertrages in notarieller Form zwingend notwendig, um Eigentümer im Grundbuch zu werden. Genauere Informationen zum Grundstückskaufvertrag finden Sie im nachfolgenden Link zu einem Merkblatt.

Merkblatt zu häufig gestellten Fragen aus der Praxis zum Grundstückskaufvertrag

Keine Zuständigkeit des Grundbuchamts

Das Grundbuchamt ist nicht zuständig für:

  • Vermittlung von Grundstücken und Makleraufgaben (es werden nur vom Notar bereits beurkundete Verträge im Grundbuch vollzogen)
  • Beratung über die inhaltliche Gestaltung von Kauf-, Übergabeverträgen, Dienstbarkeiten und deren Zulässigkeit etc. (Rechtsberatung wird durch Rechtsanwälte, Notare oder Rechtsbeistände erteilt)
  • Fragen zur Grunderwerbsteuer und zum Einheitswert (= zuständiges Finanzamt)
  • Fragen zur Grundsteuer (= zuständige Gemeinde)
  • Allgemeine Steuerberatung zu Immobilien (= Steuerberater)
  • Tatsächliche Nutzung eines Grundstückes oder Eigentumswohnung
  • Amtliche Lagepläne, Ertragsmesszahlen für den landwirtschaftlichen Bereich sowie Katasterauszüge, Fragen zum Verlauf von Grenzen und tatsächliche Lage der Grundstücke in der Natur (siehe unten "weitere Informationen")
  • Fragen zu Bauunterlagen und Bauakten, weder zu historischen noch aktuellen; zum Beispiel Baujahr eines Gebäudes, Statikpläne etc. (= zuständige Baubehörde)
  • Erstellung von Flächennutzungsplänen (= zuständige Gemeinde)
  • Negativzeugnisse für Bewerbungsverfahren um Bauplätze einzelner Gemeinden im Landkreis: Von Seiten des Grundbuchamts können gemäß der GBO keine Bescheinigungen über nicht vorhandenen Grundbesitz ausgestellt werden. Vorhandener Grundbesitz wird durch einen Grundbuchauszug bestätigt.
  • Miet- und Pachtverhältnisse
  • Wohnflächenberechnung
  • Übernahme von Immobilien- und Hausverwaltungen, Durchsicht von Unterlagen der Eigentümer (erfolgt durch die Eigentümer selbst oder durch die Eigentümergemeinschaft bestellte Hausverwaltungsfirmen)
  • Erstellung von Verkehrswertgutachten
  • Baulastenverzeichnisse (wird in Bayern nicht geführt) 

Grundbucheinsicht

Telefonische Anfragen können generell nur in allgemeiner Form beantwortet werden. Auskünfte zu Eigentümerverhältnissen und Belastungen im Grundbuch, wie beispielsweise zur Höhe der im Grundbuch eingetragenen Grundschulden, Geh- und Fahrtrechte etc., können im Sinne des Eigentümers telefonisch nicht gegeben werden: Es fehlt die Möglichkeit der Prüfung des berechtigten Interesses gemäß § 12 GBO.


Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dies zum Schutz des Eigentümers geschieht, um eventuelle unberechtigte Einsichten in das Grundbuch aus reiner Neugier zu vermeiden!


Die reine Einsicht in das Grundbuch ist kostenlos. Für die Erstellung von Auszügen fallen Kosten an, siehe nachfolgende Hinweise unter "Grundbuchauszug".

Das Grundbuch ist kein öffentliches Register, die Einsicht ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich:

  • Einsicht in das Grundbuch beziehungsweise einen Grundbuchauszug erhält der Eigentümer sowie Personen, die ein berechtigtes Interesse hierzu darlegen können.
  • Online-Einsicht über ein automatisches Abrufverfahren besteht nur für einen beschränkten Benutzerkreis (beispielsweise Behörden, Notare und Banken).
  • Neben dem Eigentümer hat ein berechtigtes Interesse jeder, dem ein Recht am Grundstück oder an einem Grundstücksrecht zusteht.
  • Ein berechtigtes Interesse kann auch haben, wer ein tatsächliches (!), rechtliches oder wirtschaftliches Interesse daran darlegen kann. Legen Sie dazu bitte gegebenenfalls Unterlagen bei.
  • Kaufinteressenten erhalten Einsicht durch Vorlage einer - aktuellen - Vollmacht des Eigentümers, eines schriftlichen Vorvertrages oder des Entwurfs der noch zu beurkundenden notariellen Urkunde. Die Darlegung eines tatsächlichen Kaufinteresses ist ohne diese Unterlagen nicht möglich.
  • Falls Sie im Auftrag des Eigentümers handeln, legen Sie bitte eine - aktuelle - Vollmacht des Eigentümers vor (auch wenn Sie Ehegatte oder Familienangehöriger des Eigentümers sind).
  • Kein rechtliches Interesse ist gegeben bei Kauf- oder Mietinteressenten, die durch die Einsicht erst den Namen des Eigentümers erfahren wollen.


Grundbuchauszug

  • Die Erstellung und Übersendung von Grundbuchauszügen kann grundsätzlich nicht aufgrund eines telefonischen Antrages erfolgen, da das Vorliegen des berechtigten Interesses in diesem Fall nicht nachgeprüft werden kann. Bitte beantragen Sie den Auszug auf dem Postweg oder per Fax, nicht doppelt. Nachfolgend sind Formulare eingestellt.
  • Ein persönliches Erscheinen dazu ist nicht zwingend notwendig. Der Grundbuchauszug geht Ihnen auch bei persönlicher Beantragung bequem auf dem Postweg zu.
  • Bitte beachten Sie, dass es wegen zeitweise hohem Besucheraufkommen zu kurzen Wartezeiten kommen kann.
  • Falls Sie zur Aufnahme des Antrags auf Erteilung eines Grundbuchauszugs persönlich kommen wollen, denken Sie bitte an gültige Ausweispapiere. Auch in diesem Fall erhalten Sie den Grundbuchauszug auf dem Postweg. Aber:
  • Hinweis wie auf unserer Startseite: Wegen der derzeitigen Situation sind Grundbuchauszüge und auch sonstige Auskünfte grundsätzlich schriftlich zu beantragen, eine persönliche Vorsprache ist nicht möglich.
  • Grundbuchauszüge werden gemäß § 12 Abs. 2 GBO im Normalfall in einfacher (= unbeglaubigter) Form erteilt, wenn nicht ausdrücklich nach § 131 GBO eine amtliche (= beglaubigte) Form beantragt bzw. benötigt wird. Bitte erkundigen Sie sich gegebenenfalls bei der Stelle, für die Sie den Ausdruck benötigen, in welcher Form der Auszug erteilt werden soll.
  • Kosten: Ein Grundbuchauszug in amtlicher (= beglaubigter) Form kostet 20,- EUR; in einfacher (unbeglaubigter) Form 10,- EUR. Die Kostenrechnung wird gesondert von der Landesjustizkasse Bamberg versandt, die für alle bayerischen Justizbehörden die Kosten einzieht. Eine Barzahlung ist grundsätzlich nicht möglich, da die Gerichtszahlstelle bereits seit 2011 aufgelöst ist.
  • Bitte beachten Sie dazu die Hinweise unter "Grundbucheinsicht".

Links für Formulare - Immobilien im Bereich des Amtsgerichts Neuburg an der Donau

Antrag auf Erteilung eines Grundbuchauszugs

Was steht im Grundbuch?

Jedes Grundbuchblatt besteht aus dem Deckblatt, dem Bestandsverzeichnis, Abteilung I, Abteilung II und Abteilung III. Für die aufgeteilten Einheiten nach dem WEG ist für jede einzelne Einheit (beispielsweise eine Eigentumswohnung) ein separates Grundbuchblatt angelegt. 

  • Deckblatt: Bezeichnung der Gemarkung und Nummer des Grundbuchblattes.
  • Bestandsverzeichnis: Flurstücksnummer, Beschrieb des Grundstücks (= beispielsweise Adresse des Hauses oder Bezeichnung der landwirtschaftlichen Flächen), Größe des Grundstücks.
  • Abteilung I: Bezeichnung der Eigentümer oder eines Erbbauberechtigten, bei mehreren Eigentümern oder Erbbauberechtigten, in welchem Verhältnis, beispielsweise zur Hälfte. Datum der Eintragung im Grundbuch, seit wann diese Eigentumsverhältnisse bestehen. Dazu ist der Grund des Eigentumsübergangs aufgeführt.
  • Abteilung II: Lasten und Beschränkungen. Dazu gehören beispielsweise Grunddienstbarkeiten, wie ein Geh- und Fahrtrecht für den Nachbarn oder auch persönliche Dienstbarkeiten, wie ein Wohnrecht. Beschränkungen sind beispielsweise auch Vorkaufsrechte.
  • Abteilung III: Grundpfandrechte - Grundschulden, Hypotheken, Rentenschulden. Durch im Grundbuch eingetragene Grundpfandrechte werden in der Regel Darlehen/Kredite für die Bank oder einen anderen Gläubiger abgesichert. Zahlt ein Schuldner seine Darlehensraten nicht mehr, kann die Bank/der Gläubiger ein Zwangsversteigerungsverfahren einleiten, um an sein Geld zu kommen.
  • Es wird darauf hingewiesen, dass im Grundbuchamt keine allgemeinen Listen (beispielsweise nach Straßennamen) über Geh- und Fahrtrechte oder sonstigen Belastungen in Abteilung II und III existieren. Eine eventuell eingetragene Belastung bezüglich eines bestimmten Flurstücks muss immer durch Einsicht in das entsprechende Grundbuchblatt (des belasteten Grundstücks - bitte dafür zur korrekten Auskunftserteilung dessen Flurstücksnummer aus dem amtlichen Lageplan angeben) festgestellt werden. Dazu gelten die wie oben unter "Grundbucheinsicht" genannten Voraussetzungen nach § 12 GBO.
  • Grundlage für Belastungen in Abteilung II und Abteilung III ist in der Regel eine notarielle Urkunde. Die Beteiligten (Eigentümer, Berechtigte und Gläubiger) erhalten im Regelfall vom Notariat eine Urkundenabschrift und bei Eintragung des Rechts im Grundbuch eine Vollzugsmitteilung des Grundbuchamts. 

Seit wann gibt es Grundbücher?

In Bayern wurden Grundbücher um das Jahr 1900 herum angelegt. Weitere Informationen ersehen Sie nachfolgend unter der Broschüre - 100 Jahre Grundbuch

Löschung einer Grundschuld, Hypothek bzw. einer Sicherungs- oder Zwangshypothek

Grundschulden oder Hypotheken werden nicht automatisch im Grundbuch gelöscht. Dem Grundbuchamt ist der Stand der Ratenzahlung der Darlehensrückzahlung an die Bank/den Gläubiger nicht bekannt. Ein Darlehen kann somit viele Jahre zurückbezahlt sein, aber die Grundschuld noch im Grundbuch eingetragen sein.

Dazu werden folgende Unterlagen benötigt:

  • Die Zustimmung sämtlicher im Grundbuch eingetragener Eigentümer in öffentlich beglaubigter Form (= Unterschriftsbeglaubigung durch Notar). Die Eigentümerunterschrift kann nicht durch das Grundbuchamt beglaubigt werden.
  • Die Löschungsbewilligung des Gläubigers in öffentlich beglaubigter Form (siehe oben), bei Sparkassen und Landesbanken ist für die Bank das eigene Siegel ausreichend.
  • bei Briefrechten: Vorlage des Grundpfandrechtsbriefes im Original. Der Grundschuldbrief wird durch das Grundbuchamt unbrauchbar gemacht. Die Löschungsbewilligungen sowie Grundschuldbriefe verbleiben danach beim Grundbuchamt.

Falls der Grundschuldbrief nicht mehr auffindbar bzw. verloren gegangen ist: Genauere Informationen können Sie im nachfolgenden Link zu einem Merkblatt ersehen.

Ein formloser einfacher Antrag ohne die jeweilige öffentlich beglaubigte Form der Unterschriften der Eigentümer/Gläubiger bzw. dem Siegel der Bank reicht daher nicht aus.

Ohne die notarielle Beglaubigung der Eigentümerunterschriften ist eine Löschung des Grundpfandrechtes nicht möglich!

Aus aktuellem Anlass weisen wir ausdrücklich auf die obige Vorgehensweise hin, insbesondere der notwendigen notariellen Beglaubigung der Eigentümerunterschriften durch einen Notar. Eigentümer erhalten von ihrem Gläubiger bzw. anderen Institutionen leider häufig den Hinweis, sich für eine Beglaubigung direkt an das Grundbuchamt zu wenden.

Merkblatt zu häufig gestellten Fragen aus der Praxis zum Grundschuldbrief

Kosten für Eintragungen und Löschungen

  • Eintragungen und Löschungen im Grundbuch sind fast ohne Ausnahme gebührenpflichtig und im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) geregelt. Die Höhe der Gebühren bestimmt sich nach dem Geschäftswert, also beispielsweise dem Betrag der Grundschuld oder dem Kaufpreis für das Grundstück.
  • Grundlage für die Eintragungen und Gebühren ist diese notarielle Urkunde mit den entsprechenden Vereinbarungen.
  • Aus aktuellem Anlass wird darauf hingewiesen, dass für eine Grundschuldeintragung als Briefgrundschuld erheblich mehr Gebühren entstehen. Bitte erkundigen Sie sich vor dem Notartermin bei Ihrer Bank/Gläubiger, ob das Darlehen als Brief- oder Buchgrundschuld bestellt wird. Beispiel: Grundschuldbetrag 250.000,- EUR; als Buchgrundschuld 535,- EUR Gebühren, als Briefgrundschuld 695,50 EUR Gebühren (Stand 25.10.2021).
  • Bitte beachten Sie: Die Grundbuchgebühren fallen zusätzlich zu den durch den Notar eingeforderten Gebühren an. Das Grundbuchamt kann gegebenenfalls die Eintragung von der Zahlung eines Vorschusses abhängig machen.
  • Die Kostenrechnung erhalten Sie stets über die Landesjustizkasse Bamberg. Bareinzahlungen beim Amtsgericht sind grundsätzlich nicht möglich.
  • Genauere Informationen können Sie im nachfolgenden Link zu einem Merkblatt ersehen.

Merkblatt zu häufig gestellten Fragen aus der Praxis zu den Grundbuchgebühren

Weitere Informationen

  • Lagepläne und Katasterauszüge:
    • Die Darstellung der tatsächlichen Verhältnisse eines Grundstücks (Lage des Grundstücks, Grenzverlauf, Bezeichnung des Grundstücks, Feststellung von Ertragsmesszahlen für den landwirtschaftlichen Bereich etc.) ist ausschließlich Aufgabe des zuständigen Amtes für Breitband, Digitalisierung und Vermessung (früher: Vermessungsamt).

      Für den Bezirk des Grundbuchamts Neuburg ist das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Ingolstadt oder die Außenstelle in Eichstätt zuständig.
    • Sie finden nachfolgend auf dieser Seite unter "weitere informative Links" einen allgemeinen Link zur bayerischen Vermessungsverwaltung.
  • Namensänderung:
    • Änderungen des Familiennamens, beispielsweise durch Eheschließung, werden dem Grundbuchamt nicht automatisch mitgeteilt. Zur Änderung des Namens im Grundbuch genügt ein kurzes Schreiben an das Grundbuchamt, in dem Sie die Berichtigung Ihres Namens beantragen. Dem Schreiben fügen Sie bitte einen Nachweis (beispielsweise eine Eheurkunde) im Original oder in öffentlich beglaubigter Form bei, aus dem sich der neue Name ergibt.
    • Bereits seit dem 01.08.2013 ist die Änderung des Familiennamens gemäß dem GNotKG gebührenfrei. Auch aus diesem Grund ist es ratsam, die Namensänderung zu beantragen.

Link für einen Antrag auf Namensberichtigung im Grundbuch - Immobilien im Bereich des Amtsgerichts Neuburg an der Donau

Anforderung von Bewilligungsurkunden und Auskünfte aus alten Grundbüchern

Aus aktuellem Anlass wird bei Anforderung von Abschriften von Bewilligungsurkunden (beispielsweise Teilungserklärungen und Urkunden von Rechten in Abteilung II) sowie bei Auskünften aus alten Grundbüchern auf Folgendes hingewiesen:

  • In den Grundakten befinden sich immer nur Abschriften oder Ausfertigungen der jeweiligen Urkunde, das Original verbleibt grundsätzlich beim beurkundenden Notar und ist eventuell noch dort erhältlich.
  • Eigentümer bzw. Berechtigte des jeweiligen Rechts erhalten anlässlich der Beurkundung ebenfalls eine Abschrift der Bewilligungsurkunde und sollten diese in ihren Unterlagen verwahrt haben.
  • Anfragen sind deshalb vorrangig an das beurkundende Notariat bzw. an den Eigentümer zu richten.
  • Gegebenenfalls wurden gerade ältere Urkunden auch schon an das Staatsarchiv abgegeben. Insbesondere ist dies bei Urkunden der Fall, die Gemarkungen und die dazugehörigen Grundakten und Grundbücher im heutigen südlichen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen betreffen: Diese Gemarkungen gehörten bis zum 01.07.1973 zum damaligen Amtsgericht Schrobenhausen. Dies muss aber bei Anforderung von Bewilligungsurkunden und Auskünften jeweils im Einzelfall von uns überprüft werden, ob sich Grundbücher bzw. die Urkunden aus den dazugehörigen Grundakten noch vor Ort befinden.
  • Wegen Gebietsreformen zu unterschiedlichen Zeiten und damit verbundenen Wechsel der Regierungsbezirke ist für das Gebiet bzw. die Gemarkungen des jetzigen Landkreises Neuburg-Schrobenhausen das Staatsarchiv Augsburg oder München zuständig. 
  • Die teilweise bereits abgegebenen Grundbücher des ehemals schwäbischen Amtsgerichts Neuburg und die später dazu gekommenen Gemarkungen aus dem schwäbischen Amtsgericht Donauwörth im nördlichen Landkreis befinden sich im Staatsarchiv Augsburg. Für den Bezirk des ehemaligen Amtsgerichts Schrobenhausen und den südlichen Landkreis ist das Staatsarchiv München zuständig. 
  • Die Originalurkunden des Notariats Neuburg wurden - soweit sie nicht noch im dortigen Archiv verwahrt sind - vom Notariat an das Staatsarchiv München - Außenstelle Eichstätt abgegeben. 
  • Es wird daher grundsätzlich eine schriftliche Anforderung empfohlen: Die Urkundenabschriften sowie die alten Grundbücher sind auch nicht "auf Knopfdruck" verfügbar, sondern müssen manuell teils aus dem Keller herausgesucht werden.   
  • Das manuelle Heraussuchen und Kopieren der teils jahrzehntealten Bewilligungsurkunden nimmt einige Zeit in Anspruch. Dies kann nur außerhalb der Sprechzeiten erfolgen.
  • Die zum Grundbuchamt eingereichten Urkundenabschriften wurden in früheren Zeiten vom beurkundenden Notar im damals üblichen Durchschreibeverfahren auf dünnem Papier hergestellt. Aufgrund dessen ist es möglich, dass nur eine schlechte Kopie hergestellt werden kann. Es kommt auch vor, dass Urkunden aufgrund des Alters und des Durchschreibeverfahrens gar nicht kopierbar sind.
  • Die aktuell im Grundbuch abzuwickelnden Urkunden (Übergaben, Kaufverträge, Grundschulden, Fortführungsnachweise etc. einschließlich der Erstellung der Vollzugsmitteilungen) gehen den Anfragen nach alten Bewilligungsurkunden und Auskünften aus den alten Grundbüchern im Arbeitsgang vor.
  • Die Anfragen nach den alten Bewilligungsurkunden und Auskünfte aus den geschlossenen Grundbüchern sind sehr stark gestiegen. Auch aus diesem Grund kann die Erledigung einige Zeit dauern.
  • Die Aufträge werden nach der Reihenfolge ab Eingangsdatum abgearbeitet. Gegebenenfalls muss auf das Vorliegen der Originale beim beurkundenden Notar bzw. auf die Abschriften beim Eigentümer verwiesen werden, siehe obiger Hinweis.

Verfahrensübersicht