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Amtsgericht München

Amtsgericht München - Gebäude Maxburgstraße

Grundbuchamt


Beachten Sie bitte die aktuellen Informationen bezüglich der Corona-Pandemie.

Zuständigkeit

  • als Grundbuchamt
  • Verfahren nach Art. 72 ff. AGBGB (Unschädlichkeitszeugnis)
  • nach dem Pachtkreditgesetz
  • nach dem Flurbereinigungsgesetz und dessen Ausführungsgesetz
  • weitere Verfahren mit Bezug zum Grundbuch
Beachten Sie bitte, dass wir nicht zuständig sind für: Vermittlung von Grundstücken und Makleraufgaben, Fragen zur Grunderwerbsteuer, tatsächliche Nutzung eines Grundstücks oder einer Eigentumswohnung, amtliche Lagepläne sowie Katasterauszüge.
Hinweise

Unter welchen Voraussetzungen kann das Grundbuch eingesehen werden?

Das Grundbuch ist -anders als z.B. das Handelsregister- kein öffentliches Register, in das unbeschränkt Einsicht genommen werden kann. Einen Grundbuchauszug bzw. Einsicht in das Grundbuch oder in die Grundakten erhält nur, wer ein berechtigtes Interesse an der Einsicht darlegt (§ 12 Grundbuchordnung).

Ein solches berechtigtes Interesse hat neben dem Eigentümer jeder, dem ein Recht am Grundstück oder an einem Grundstücksrecht zusteht. Daneben kann aber ein tatsächliches, rechtliches oder wirtschaftliches Interesse für ein Einsichtsrecht genügen.

Kein rechtliches Interesse haben nach der Rechtsprechung z.B. Kauf- oder Mietinteressenten, die durch die Einsicht erst den Namen des Eigentümers erfahren wollen.

Einsicht in Grundbuchblätter

Grundbuchauszug: Ausdruck des Grundbuchblattes in amtlicher („beglaubigter“) oder einfacher („unbeglaubigter“) Form. Ein amtlicher Ausdruck kostet 20 Euro, der einfache Ausdruck 10 Euro. Ein Teilauszug kann nur als amtlicher Ausdruck erstellt werden.

Bitte beantragen Sie den Auszug auf dem Postweg (Adresse: Grundbucheinsicht Amtsgericht München, Infanteriestraße 5, 80325 München) oder per Fax 089 5597 2042 (nicht per Mail).

Die Erstellung und Übersendung von Grundbuchauszügen kann grundsätzlich nicht aufgrund eines telefonischen Antrages erfolgen, da das Vorliegen des berechtigten Interesses in diesem Fall nicht nachprüfbar wäre.

Die Bearbeitungszeiten bis zur Übersendung schwanken je nach Auftragslage sehr, es ist jedenfalls mit 1 bis 3 Wochen zu rechnen. Auf Eilbedürftigkeit sollte ggf. im Antrag hingewiesen werden.

ACHTUNG: Aus datenschutzrechtlichen Gründen dürfen Grundbuchblattabschriften für Mehrfachparker, Sammeltiefgaragen , Hausmeisterwohnungen, Heizkraftwerke, Gemeinschaftsflächen mit mehreren Miteigentümern o.ä. nur als Teilauszug (20 Euro) erstellt werden.

Den hierzu nötigen Antrag finden Sie unter "Weitere Informationen und Downloads".

Einsicht in Grundakten

Grundakte: In der Grundakte werden alle schriftlichen Vorgänge gesammelt, die zu Einträgen in das Grundbuch führten. Es handelt sich dabei insbesondere um notarielle Urkunden oder Kaufverträge, Grundschuldbestellungen, Teilungserklärungen nach dem Wohneigentumsgesetz sowie die dazugehörigen Aufteilungspläne der Lokalbaukommission. Für jedes Grundbuchblatt ist eine Grundakte angelegt.

Die Akten müssen vor Ihrem Besuch telefonisch oder schriftlich oder per Fax (nicht per Mail) unter Angabe der Gemarkung und der Blattnummer vorbestellt werden. Nach Ermittlung und Anlieferung der gewünschten Grundakten wird Ihnen das Datum, an welchem die Einsichtnahme erfolgen kann, mitgeteilt. Telefon- und Faxnummer finden Sie im Bereich "Kontakt".

Dokumente aus der Grundakte können auch zur Übersendung auf dem Postweg beantragt werden (bitte benutzen Sie hierzu das Formular "Antrag auf Übersendung einer Abschrift aus der Grundakte" unter "Weitere Informationen und Downloads"). Pläne größer als DIN A3 können nicht übersandt, sondern nur im Gerichtsgebäude eingesehen werden.

Bei hohem Besucheraufkommen muss jedoch auch im Falle vorbestellter Grundakten mit Wartezeiten gerechnet werden.

Löschung einer Grundschuld/Hypothek

Zur Löschung einer Grundschuld/ Hypothek sind erforderlich:

  • Formloser Antrag des Grundstückseigentümers oder des Grundpfandrechtsgläubigers; Beispiel: Ich beantrage die Löschung des eingetragenen Grundpfandrechts Abteilung III Nr. ? aufgrund beiliegender Löschungsbewilligung.
  • Die Zustimmung sämtlicher im Grundbuch eingetragener Eigentümer zur Löschung des Grundpfandrechts in öffentlich beglaubigter Form, d.h. die Unterschriften müssen von einem Notar beglaubigt sein.
  • Die Löschungsbewilligung des Gläubigers in öffentlich beglaubigter Form, d.h. die Unterschrift muss von einem Notar beglaubigt sein bzw. bei Sparkassen und Landesbanken ist das Siegel der Bank ausreichend.
  • Bei Briefrechten : Vorlage des Grundpfandrechtsbriefs im Original.

Löschung eines Nießbrauchs/Wohnungsrechts oder Rückauflassungsvormerkungen

Nießbrauch und Wohnungsrecht sind kraft Gesetzes auf die Lebenszeit des Berechtigten beschränkt und erlöschen daher mit dem Tod des Berechtigten.   
Diese Rechte können daher im Grundbuch gelöscht werden, wenn 
 
- ein formloser Antrag des Grundstückseigentümers (Beispiel: „Ich beantrage die Löschung des eingetragenen Nießbrauchs oder Wohnungsrechts Abteilung II Nr.xx? aufgrund Versterbens des Berechtigten.“) und 
- die Sterbeurkunde des Berechtigten im Original  

beim Grundbuchamt eingereicht werden.

Allerdings kann eine sofortige Löschung im Grundbuch nur dann erfolgen, wenn bei dem Recht eine sog. Löschungserleichterungsklausel („löschbar mit Todesnachweis“) eingetragen wurde.       
Ansonsten ist die Löschung erst nach Ablauf eines Jahres ab dem Todeszeitpunkt möglich.
 
Eine Löschung innerhalb des ersten Jahres ist dann nur mit Bewilligung aller Erben in öffentlich beglaubigter Form, d. h. die Unterschrift muss von einem Notar beglaubigt sein, und entsprechendem Erbnachweis (siehe hierzu den Hinweis bei „Eintragung Erbfolge“) möglich.



Zur Absicherung der im Rahmen eines Überlassungsvertrags vereinbarten Rückforderungsrechte kann im Grundbuch zugunsten des Übergebers eine sog. Rückauflassungsvormerkung eintragen worden sein.
 
- Ein formloser Antrag des Grundstückseigentümers (Beispiel: „Ich beantrage die Löschung der eingetragenen Rückauflassungsvormerkung in Abteilung II lfd. Nr. xx? aufgrund Versterbens des Berechtigten unter Beifügung der Sterbeurkunde im Original“) ist dann ausreichend, wenn die Vormerkung im Überlassungsvertrag ausdrücklich auf die Lebenszeit beschränkt wurde.
 
- Andernfalls vergewissern Sie sich anhand des Überlassungsvertrags, ob Ihnen als Übernehmer dort evtl. eine Vollmacht zur Abgabe einer Löschungsbewilligung erteilt wurde. In diesem Fall wenden Sie sich bitte an den beurkundenden Notar.      
 
- In allen anderen Fällen ist zur Löschung die Bewilligung aller Erben in öffentlich beglaubigter Form, d.h. die Unterschrift muss von einem Notar beglaubigt sein, und ein entsprechender Erbnachweis (s. hierzu den Hinweis bei „Eintragung Erbfolge“) erforderlich.

Den hierzu nötigen Antrag finden Sie unter "Weitere Informationen und Downloads".

Eintragung der Erbfolge

Die Grundbuchämter sollen nach Bekanntwerden des Todes einer eingetragenen Eigentümerin bzw. eines eingetragenen Eigentümers auf die Berichtigung des Grundbuchs hinwirken.

Die Berichtigung des Grundbuchs erfolgt auf Antrag einer Erbin bzw. eines Erben, soweit Testamentsvollstreckung angeordnet ist auch auf Antrag der Testamentsvollstreckerin bzw. des Testamentsvollstreckers. Bei Erbengemeinschaften reicht der Antrag einer Miterbin bzw. eines Miterben aus.

Es muss durch öffentliche bzw. öffentlich beglaubigte Urkunden nachgewiesen werden, dass die Erbin bzw. der Erbe Rechtsnachfolger der eingetragenen Eigentümerin bzw. des eingetragenen Eigentümers geworden ist.

Beispiel:

  • Ausfertigung des Erbscheins oder
  • Beglaubigte Ablichtung eines notariellen Testamentes oder Erbvertrages nebst Eröffnungsprotokoll. Ein privatschriftliches Testament reicht zur Grundbuchberichtigung nicht aus, in diesem Fall ist ein Erbschein beim Nachlassgericht zu beantragen.

Diese Unterlagen werden den Erben auf Antrag vom zuständigen Nachlassgericht übersandt. Nähere Auskünfte erteilen Ihnen hierzu die Nachlassabteilungen bei den Amtsgerichten.
Sollte das zuständige Nachlassgericht zum selben Amtsgericht wie das Grundbuchamt (also: München) gehören, kann stattdessen auf die Nachlassakten Bezug genommen werden.

Sie werden gebeten, das beigefügte Formular ausgefüllt zusammen mit entsprechen-den Anlagen beim Amtsgericht München - Grundbuchamt - einzureichen. Der Antrag kann schriftlich oder zu Protokoll des Amtsgerichts gestellt werden. Eine notarielle Beurkundung oder Beglaubigung umseitigen Antrags ist nicht
erforderlich.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Grundbuchberichtigung gebührenfrei ist, soweit eine Erbin bzw. ein Erbe einen ordnungsgemäßen Eintragungsantrag binnen zwei Jahren ab dem Erbfall bei dem Grundbuchamt eingereicht hat.

Bei einer Mehrheit von Erben werden sämtliche Miterben als Eigentümer in Erbengemeinschaft eingetragen.

Wird abweichend davon seitens der Erben eine andere Eintragung gewünscht, soll z.B. nur einer der Miterben oder eine Vermächtnisnehmerin bzw. ein Vermächtnisnehmer als Eigentümer eingetragen werden, bedarf es zusätzlich einer entsprechenden Auflassung oder Erbteilsübertragung. Diese muss vor einer Notarin bzw. einem Notar erklärt und dem Grundbuchamt überreicht werden.

Eine Grundbuchberichtigung ist nicht erforderlich, sofern das Eigentum an dem Nachlassgrundbesitz durch Verkauf, Übertragung oder Erbauseinandersetzung in absehbarer Zeit übergeht.

Soweit Sie Fragen hierzu haben, können Sie sich selbstverständlich an das Grundbuchamt des Amtsgerichts wenden.

Namensberichtigung

Ändert sich der Name der eingetragenen Eigentümerin bzw. des eingetragenen Eigentümers z.B. aufgrund Verehelichung, können Sie dies dem Grundbuchamt unter Beifügung eines entsprechenden Nachweises mitteilen.

Ein möglicher Nachweis ist:

  • Heiratsurkunde oder
  • beglaubigter Auszug aus dem Familienstammbuch oder
  • Bescheinigung des Standesamts über die Namensänderung

Bitte reichen Sie das Formular (zu finden unter "Weitere Informationen und Downloads") ausgefüllt beim Amtsgericht München -Grundbuchamt- zusammen mit dem Nachweis über die Namensänderung ein.

Hinweis: Die Namensberichtigung im Grundbuch ist gebührenfrei.

Anschrift / Adresse

Postanschrift:
Amtsgericht München
Grundbuchamt
Infanteriestraße 5
80325 München

Adresse:
Amtsgericht München
Grundbuchamt
Infanteriestraße 5
80797 München

Einsichtsräume:
Amtsgericht München
Grundbuchamt
Zimmer E71-E73
Infanteriestraße 5
80797 München

Barrierefreiheit:
Im Justizgebäude Infanteriestraße sind alle Etagen über Fahrstühle erreichbar.

Kontakt

Montag, Dienstag, Freitag:
08:30 - 12:00 Uhr
Donnerstag:
08:30 - 15:00 Uhr (durchgehend)

Mittwoch geschlossen !

Telefon: +49 (089) 5597-06
Telefax: +49 (089) 5597-2042

Wie komme ich hin?

  • U-Bahn Linie U2 - Haltestelle Josephsplatz (weiter mit Bus Linie 154)
  • Tram Linie 20/21/22 - Haltestelle Lothstraße (von dort 7 Min. Fußweg)
  • Tram Linie 12 - Haltestelle Infanteriestraße (nördlich) (von dort 5 Min. Fußweg)
  • Bus Linie 153/154 - Haltestelle Infanteriestraße (südlich) (von dort 2 Min. Fußweg)
  • Bus Linie 53 - Haltestelle Infanteriestraße (nördlich) (von dort 5 Min. Fußweg)


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Hinweis: Im Bereich des Justizgebäudes Infanteriestraße 5 stehen ausreichend gebührenpflichtige Parkplätze zur Verfügung.

Weitere Informationen und Downloads
Justizgebäude Infanteriestraße (Bildersteller Okfm)
Das Justizgebäude in der Infanteriestraße (Bildersteller Okfm)
Das Justizgebäude in der Infanteriestraße (Bildersteller Okfm)