Amtsgericht Neu-Ulm
02.04.2020

Bayerischer Justizvollzug näht 150 000 Schutzmasken im Kampf gegen das Corona-Virus / Justizminister Georg Eisenreich: "Ich bin sehr stolz auf den Beitrag, den Gefangene und Mitarbeiter unserer JVAs in der Krise leisten."

Gefangene aus Bayern steigen in die Produktion von Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS) ein. In der Justizvollzugsanstalt Aichach hat die Serien-Produktion am 26. März 2020 begonnen. Seitdem haben inhaftierte Frauen bereits mehr als 10 000 Schutzmasken hergestellt. Ab heute (2. April 2020) beteiligen sich auch die Justizvollzugsanstalten Amberg, Kaisheim und München. Insgesamt werden in den Gefängnis-Schneidereien in nächster Zeit 150 000 Schutzmasken genäht. Bis zu 45 Gefangene helfen mit.

Der bayerische Justizminister Georg Eisenreich freut sich über die Unterstützung aus dem bayerischen Justizvollzug: "Ich bin sehr stolz auf den Beitrag, den Gefangene und Mitarbeiter unserer JVAs in der Krise leisten. In der aktuellen Situation müssen alle zusammenhelfen. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken."

Der Justizvollzug näht für einen bayerischen Textilzulieferer der Automobilindustrie, der den Freistaat beliefert. Die Firma schickt Masken-Rohlinge in die Gefängnisse, die Gefangenen verarbeiten diese weiter (nähen z.B. die Gummilitze an). Dann nimmt die Firma die Ware zurück und liefert sie in das Zentrallager der Staatsregierung.

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