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Bayerisches Staatsministerium der Justiz

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Allgemeine Informationen zum Corona-Virus

Header-Bild Infos zu Corona

Aktuelle Maßnahmen zur Eindämmung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus

Die vom Robert-Koch-Institut in den letzten Tagen angezeigte Erhöhung der Ansteckungsrate innerhalb Deutschlands zeigt, dass bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie auch im Hinblick auf weitere Lockerungen höchste Wachsamkeit geboten ist.

Der Ministerrat hat am 10. August 2020 festgestellt, dass die Einhaltung der Regelungen zur Eindämmung der weiteren Verbreitung des Corona-Virus in einem kritischen Ausmaß zurückgegangen ist. Gerade die Einhaltung der Maskenpflicht und des Mindestabstands ist aber von zentraler Bedeutung, um eine zweite Infektionswelle zu verhindern. Vor allem an Orten, an denen erfahrungsgemäß erhöhte Menschenansammlungen anzutreffen sind (z.B. Innenstädte, Badeseen, Parks), soll daher verstärkt auf die Einhaltung der Infektionsschutzregeln durch die Polizei hingewirkt werden. Zudem setzt Bayern auf eine weitere Ausdehnung des Testangebots und hat die Einrichtung eines „Bayerischen Testzentrums“ in jeder kreisfreien Stadt und jedem Landkreis beschlossen. Auch hier sollen sich die Bürgerinnen und Bürger kostenlos testen lassen können. Die weiteren beschlossenen Punkte finden sich im Bericht der Kabinettssitzung vom 10. August 2020.

Nach der Sechsten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (6. BayIfSMV) ist weiterhin jeder angehalten, seine physischen Kontakte zu anderen Menschen auf ein Minimum zu reduzieren und den Personenkreis möglichst konstant zu halten (§ 1 S. 1 BayIfSMV). Zudem ist - neben weiteren Hygienemaßnahmen (s.u.) - wo immer möglich, ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten (§ 1 S. 2 BayIfSMV). In geschlossenen Räumlichkeiten ist darüber hinaus stets auf ausreichende Belüftung zu achten (§ 1 S. 3 BaylfSMV).

Wort-Bild-Marke der Corona-Warn-App
Wort-Bild-Marke der Corona-Warn-App
Wort-Bild-Marke der Corona-Warn-App

Seit dem 16. Mai 2020 besteht für die Bürgerinnen und Bürger zudem die Möglichkeit, im App Store oder bei Google Play eine Corona-Warn-App auf ein Smartphone herunterzuladen. Die Nutzung einer solchen App ergänzt die analoge Erfassung der Kontaktpersonen einer mit dem Corona-Virus erkrankten Person durch die Gesundheitsämter und kann so helfen, Infektionsketten effektiv zu durchbrechen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Bundesregierung.

Aufhebung des Katastrophenfalls für ganz Bayern

Der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann hat die bayernweite Aufhebung des Katastrophenfalls mit Ablauf des 16. Juni 2020 bekannt gegeben.

Am 16. März 2020 hatte die Bayerische Staatsregierung aufgrund der Corona-Pandemie den Katastrophenfall für ganz Bayern nach Artikel 4 des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes ausgerufen. Hierdurch sollten der Bayerischen Staatsregierung im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Corona-Virus zentrale Eingriffs- und Durchgriffsmöglichkeiten an die Hand gegeben werden. Anlässlich der sich weiterhin positiv entwickelnden Infektions- und Kennzahlen hat der Bayerische Ministerrat in der Sitzung vom 16. Juni 2020 beschlossen, mit der Aufhebung des Katastrophenfalles einen weiteren wichtigen Schritt zurück in die Normalität zu gehen.


Entwicklung hin zu einer Pandemie

Seit Dezember 2019 sind in der chinesischen Stadt Wuhan mehrere Fälle einer Lungenerkrankung aufgetreten. Diese wurde durch einen neuartigen Corona-Virus ausgelöst. Der erste Corona-Virus-Fall in Bayern wurde am 27. Januar 2020 bestätigt.

Das Corona-Virus breitet sich nicht nur in Bayern und Deutschland, sondern weltweit rasant aus. In Bayern stiegen die Fallzahlen innerhalb weniger Tage stark an. Die Anzahl der neu übermittelten Fälle ist mittlerweile zwar rückläufig. Allerdings wird das Risiko für die Bevölkerung in Bayern und Deutschland, sich mit dem neuartigen Corona-Virus zu infizieren, vom Robert Koch-Institut weiterhin als „hoch“ eingestuft. Für Risikogruppen wird das Risiko sogar als "sehr hoch" angegeben (Stand: 2. Juli 2020). Eine Übersichtskarte zu Corona-Infektionen in Bayern nach Regierungsbezirken, Landkreisen und Städten findet sich auf der Seite des Bayerischen Ministeriums für Gesundheit und Pflege.

Insbesondere ältere Menschen und solche mit vorbestehenden Grunderkrankungen sind von schweren Krankheitsverläufen betroffen und können an der Krankheit sterben. Da weder eine Impfung in den nächsten Monaten, noch derzeit eine spezifische Therapie zur Verfügung stehen, müssen alle Maßnahmen ergriffen werden, um die Ausbreitung zu verlangsamen, damit die Belastung für das Gesundheitswesen reduziert und die medizinische Versorgung sichergestellt werden kann.


Weitere Entwicklung und Notwendigkeit effektiver Maßnahmen

Nach Einschätzung der Experten ist es unvermeidbar, dass sich zwischen 60 und 70 Prozent der Bevölkerung mit dem neuen Corona-Virus infizieren wird. Erst danach wird die Epidemie wieder abfallen. Dieser Prozess kann bis zu zwei Jahren dauern.

Auch wenn sich wesentliche Teile der Bevölkerung unweigerlich mit dem Corona-Virus infizieren werden, so ist es jetzt dennoch unvermeidlich, schnell effektive Maßnahmen zu ergreifen, um die Welle der Neuinfektionen zu reduzieren.

Zwar wird erwartet, dass etwa 50 Prozent der mit dem Corona-Virus Infizierten keinerlei Krankheitssymptome zeigen werden. Bei 30 Prozent der Infizierten sollen Schnupfen-ähnliche Symptome auftreten. Bei weiteren 15 bis 18 Prozent werden sich Symptome wie bei einer schweren Grippe zeigen, sodass die Infizierten einige Tage im Bett verbringen müssen. Lediglich bei 2 bis 5 Prozent der Infizierten wird ein schwerer Krankheitsverlauf erwartet, der einen Klinikaufenthalt erfordert.

Die Maßnahmen zur Verlangsamung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus werden gerade für diese letzte Gruppe an Patienten getroffen, für die ein Klinikaufenthalt unumgänglich ist. Besonders schutzbedürftig sind hier alte Menschen oder Patienten mit schweren Vorerkrankungen und geschwächter, eigener Immunabwehr. Ziel muss es daher sein, die Ausbreitung des Corona-Virus derart zu verlangsamen, dass die Anzahl an klinikpflichtigen Patienten die Krankenhauskapazitäten nicht übersteigt.


Was kann ich tun, um mich und andere vor dem Corona-Virus zu schützen?

Es ist ratsam, die üblichen Hygieneempfehlungen zum Schutz vor Infektionskrankheiten zu beachten wie zum Beispiel

  • regelmäßiges und ausreichend langes Händewaschen (mindestens 20 Sekunden unter laufendem Wasser mit Seife),
  • richtiges Husten und Niesen in ein Einwegtaschentuch oder in die Armbeuge,
  • ausreichender Abstand zu Menschen mit Husten, Schnupfen oder Fieber,
  • genereller Verzicht auf Händeschütteln sowie
  • das Fernhalten der Hände vom Gesicht.

Diese Vorkehrungen schützen auch vor einer Infektion mit dem Corona-Virus.

Darüber hinaus kann das Tragen einer Community- bzw. Alltagsmaske in bestimmten Situationen des öffentlichen Lebens ein zusätzlicher Baustein sein, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Derartige Masken können vor allem umstehende Menschen vor dem Auswurf von festen und flüssigen Partikeln durch den (möglicherweise asymptomatischen, aber infektiösen) Träger der Maske schützen. Das Tragen einer solchen Maske kann die oben aufgezählten Hygieneregeln nicht ersetzen. Es ist daher zwingend erforderlich, dass die genannten Hygieneregeln auch beim Tragen einer Community-Maske weiterhin befolgt werden. 

Seit 27. April 2020 gilt in Bayern in allen geöffneten Läden und Geschäften sowie im gesamten Öffentlichen Personennahverkehr sowie der hierzu gehörenden Einrichtungen wie Bahnsteige oder Wartehäuschen etc. eine sogenannte „Maskenpflicht“. Weitere Informationen zum Mund-Nasen-Schutz - unter anderem zum richtigen Umgang mit einer Community-Maske - finden sich auf der Seite des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.


Weiterführende Links

Informationen zur Corona-Warn-App auf der Internetseite der Bundesregierung.

Sechste Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Aktuelle Informationen des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Übersichtskarte zum aktuellen Stand der Corona-Infektion in Bayern des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Informationen zu den Maßnahmen des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration.

FAQ des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration.

Informationen für Unternehmen durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.

Informationen zur Betreuung von Kindern des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales.

Informationen zum aktuellen Schulbetrieb des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus.

FAQ zum Unterrichtsbetrieb an Bayerns Schulen des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus.

Welche Maßnahmen trifft die bayerische Justiz im Zusammenhang mit dem Corona-Virus?

Fragen und Antworten finden Sie hier.