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Allgemeine Informationen zum Corona-Virus

Header-Bild Infos zu Corona

Konkrete Maßnahmen zur Eindämmung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat auf Grundlage einer Rechtsverordnung eine vorläufige Ausgangsbeschränkung beschlossen. Diese Ausgangsbeschränkung trat am 21. März 2020 um 00.00 Uhr in Kraft und gilt bis einschließlich 03. April 2020, 24.00 Uhr. Eine Verlängerung der Ausgangsbeschränkung bis einschließlich 19. April 2020 wurde bereits angekündigt.


Ausrufung des Katastrophenfalls für ganz Bayern

Am 16. März 2020 hat die Bayerische Staatsregierung aufgrund der Corona-Pandemie den Katastrophenfall für ganz Bayern nach Artikel 4 des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes ausgerufen. Hierdurch sollen der Bayerischen Staatsregierung im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Corona-Virus zentrale Eingriffs- und Durchgriffsmöglichkeiten an die Hand gegeben werden.


Entwicklung hin zu einer Pandemie

Seit Dezember 2019 sind in der chinesischen Stadt Wuhan mehrere Fälle einer Lungenerkrankung aufgetreten. Diese wurde durch einen neuartigen Corona-Virus ausgelöst. Der erste Corona-Virus-Fall in Bayern wurde am 27. Januar 2020 bestätigt.

Das Corona-Virus breitet sich nicht nur in Bayern und Deutschland, sondern weltweit rasant aus. In Bayern stiegen die Fallzahlen zuletzt innerhalb weniger Tage stark an. Das Risiko für die Bevölkerung in Bayern und Deutschland, sich mit dem neuartigen Corona-Virus zu infizieren, wird vom Robert Koch-Institut derzeit als „hoch“ eingestuft. Eine Übersichtskarte zu Corona-Infektionen in Bayern nach Regierungsbezirken, Landkreisen und Städten findet sich auf der Seite des Bayerischen Ministeriums für Gesundheit und Pflege.

Insbesondere ältere Menschen und solche mit vorbestehenden Grunderkrankungen sind von schweren Krankheitsverläufen betroffen und können an der Krankheit sterben. Da weder eine Impfung in den nächsten Monaten, noch derzeit eine spezifische Therapie zur Verfügung stehen, müssen alle Maßnahmen ergriffen werden, um die Ausbreitung zu verlangsamen, damit die Belastung für das Gesundheitswesen reduziert und die medizinische Versorgung sichergestellt werden kann.


Weitere Entwicklung und Notwendigkeit effektiver Maßnahmen

Nach Einschätzung der Experten ist es unvermeidbar, dass sich zwischen 60 und 70 Prozent der Bevölkerung mit dem neuen Corona-Virus infizieren wird. Erst danach wird die Epidemie wieder abfallen. Dieser Prozess kann bis zu zwei Jahren dauern.

Auch wenn sich wesentliche Teile der Bevölkerung unweigerlich mit dem Corona-Virus infizieren werden, so ist es jetzt dennoch unvermeidlich, schnell effektive Maßnahmen zu ergreifen, um die Welle der Neuinfektionen zu reduzieren.

Zwar wird erwartet, dass etwa 50 Prozent der mit dem Corona-Virus Infizierten keinerlei Krankheitssymptome zeigen werden. Bei 30 Prozent der Infizierten sollen Schnupfen-ähnliche Symptome auftreten. Bei weiteren 15 bis 18 Prozent werden sich Symptome wie bei einer schweren Grippe zeigen, sodass die Infizierten einige Tage im Bett verbringen müssen. Lediglich bei 2 bis 5 Prozent der Infizierten wird ein schwerer Krankheitsverlauf erwartet, der einen Klinikaufenthalt erfordert.

Die Maßnahmen zur Verlangsamung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus werden gerade für diese letzte Gruppe an Patienten getroffen, für die ein Klinikaufenthalt unumgänglich ist. Besonders schutzbedürftig sind hier alte Menschen oder Patienten mit schweren Vorerkrankungen und geschwächter, eigener Immunabwehr. Ziel muss es daher sein, die Ausbreitung des Corona-Virus derart zu verlangsamen, dass die Anzahl an klinikpflichtigen Patienten die Krankenhauskapazitäten nicht übersteigt.


Was kann ich tun, um mich und andere vor dem Corona-Virus zu schützen?

Es ist ratsam, die üblichen Hygieneempfehlungen zum Schutz vor Infektionskrankheiten zu beachten wie zum Beispiel

  • regelmäßiges und ausreichend langes Händewaschen (mindestens 20 Sekunden unter laufendem Wasser mit Seife),
  • richtiges Husten und Niesen in ein Einwegtaschentuch oder in die Armbeuge,
  • ausreichender Abstand zu Menschen mit Husten, Schnupfen oder Fieber,
  • genereller Verzicht auf Händeschütteln sowie
  • das Fernhalten der Hände vom Gesicht.

Diese Vorkehrungen schützen auch vor einer Infektion mit dem Corona-Virus.

Nach Möglichkeit sollten soziale Kontakte auf das Notwendige reduziert werden und Menschenansammlungen gemieden werden.


Weiterführende Links

Rechtsverordnung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vom 24. März 2020 mit einer vorübergehenden Ausgangsbeschränkung.

Infektionsmonitor Bayern des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege mit Informationsmaterialien zum Herunterladen.

Übersichtskarte zum aktuellen Stand der Corona-Infektion in Bayern des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Informationen für Unternehmen durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.

Informationen zur Notbetreuung von Kindern des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales.

Informationen zur Einstellung des Unterrichts an Schulen des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus.


Welche Maßnahmen trifft die bayerische Justiz im Zusammenhang mit dem Corona-Virus?

Fragen und Antworten finden Sie hier.