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Bayerisches Staatsministerium der Justiz

Justiz ist für die Menschen da - Recht Sicherheit Vertrauen
10.07.2019

Bayerns Justizminister Eisenreich händigt Bundesverdienstkreuz an Stephan Kruip sowie an Dr. Inge und Klaus Schwersenz aus: "Wer sich als selbst Betroffener dem Kampf gegen schwere Krankheiten widmet, verdient die höchste Anerkennung unserer Gesellschaft"

Bayerns Justizminister Georg Eisenreich händigt heute im Münchner Justizpalast an Herrn Stephan Kruip sowie das Ehepaar Dr. Inge und Klaus Schwersenz das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus, das ihnen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehen worden ist. Der Verdienstorden ist die höchste Anerkennung, welche die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht.

Eisenreich in seiner Laudatio: "Es ist mir eine große Ehre, heute drei ganz besonderen Persönlichkeiten eine ganz besondere Auszeichnung überreichen zu dürfen. Ihre Lebensleistungen sind beeindruckend. Sie können stolz darauf sein. Den Dank der Gesellschaft bringen wir heute mit der Aushändigung des Verdienstkreuzes am Bande bildhaft zum Ausdruck."

Herr Stephan Kruip setzt sich seit vielen Jahrzenten für Menschen ein, die an Mukoviszidose erkrankt sind. Eisenreich in seiner Laudatio: "Ihr enormes Engagement ist auch deshalb so bewundernswert, weil Sie selbst seit Ihrer Geburt an dieser bis heute nicht heilbaren Krankheit leiden. Neben Ihrem Beruf als Patentprüfer engagieren Sie sich als Bundesvorsitzender des Mukoviszidose e.V., wirken im Deutschen Ethikrat und sind in Ihrer Pfarrgemeinde aktiv. All das miteinander zu vereinbaren, erfordert eine außerordentliche Kraftanstrengung. Die Motivation hierfür schöpfen Sie aus dem Bedürfnis, anderen Menschen, insbesondere anderen Mukoviszidose-Patienten zu helfen. Ihr vielfältiger Einsatz trotz Ihrer Erkrankung ist beeindruckend. Vielen herzlichen Dank für Ihr herausragendes Engagement."

Das Ehepaar Dr. Inge und Klaus Schwersenz engagiert sich seit über 20 Jahren für Menschen, die an einer schweren Muskelschwund-Erkrankung, der Spinalen Muskelatrophie (kurz SMA), leiden. Eisenreich an die Geehrten gewandt: "Sie selbst hat das Schicksal getroffen: Ihre beiden Söhne sind an SMA erkrankt. Sie haben nicht nur einen Weg gefunden, mit Ihrem eigenen Schicksal umzugehen, sondern es sich zum Ziel gesetzt, anderen Betroffenen zu helfen. Sie stehen Angehörigen von betroffenen Kindern mit Rat und Tat zur Seite. Sie sind Kontaktpersonen, ehrenamtliche Berater und Patientenvertreter. Mit Ihrer Förderinitiative haben Sie über 1,5 Millionen Euro für die Erforschung und Therapie von SMA eingeworben und so dazu beigetragen, dass es mittlerweile die erste wirksame Therapie gegen SMA gibt. Vielen Dank für Ihren enormen Einsatz."

Hinweis:

Fotos können bei der Pressestelle des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz angefordert werden unter Tel.: 089-5597-3111 oder presse@stmj.bayern.de.