Bayerisches Kabinett: Amtswechsel bei der Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg / Leitende Oberstaatsanwältin in Nürnberg-Fürth Petra Strohbach folgt Generalstaatsanwalt in Nürnberg Andreas Wimmer
Das bayerische Kabinett hat heute (20. Januar) Petra Strohbach zur neuen Generalstaatsanwältin in Nürnberg ernannt. Petra Strohbach wird ihr neues Amt zum 1. Februar 2026 antreten. Der noch amtierende Generalstaatsanwalt in Nürnberg, Andreas Wimmer, wird zeitgleich neuer Generalstaatsanwalt in München.
Bayerns Justizminister Georg Eisenreich: "Ich gratuliere Petra Strohbach zu ihrer neuen Aufgabe als Generalstaatsanwältin in Nürnberg. Gleichzeitig wünsche ich Andreas Wimmer alles Gute für seine neue Tätigkeit als Generalstaatsanwalt in München."
Justizminister Eisenreich zum neuen Generalstaatsanwalt in München, Andreas Wimmer: "Sie sind ein wichtiger Leistungsträger der bayerischen Justiz. In allen Stationen Ihrer Laufbahn haben Sie überzeugt. Mit Ihrer hervorragenden fachlichen Expertise, Ihrem großen Einsatz, Ihrer Entschlusskraft und Ihrem großen Erfahrungsschatz aus Justizpraxis sowie der Fach- und Leitungsebene des Ministeriums haben Sie die Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg maßgeblich geprägt. Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen hat sich zu einem bundesweiten Erfolgsmodell entwickelt. Mit Ihnen bekommt die Generalstaatsanwaltschaft München einen überaus erfahrenen Behördenleiter. Ich bin überzeugt, dass die Generalstaatsanwaltschaft München bei Ihnen in den besten Händen liegt und wünsche Ihnen für Ihre neue Tätigkeit alles Gute."
Minister Eisenreich zur neuen Generalstaatsanwältin in Nürnberg, Petra Strohbach: "In allen Stationen Ihrer Laufbahn haben Sie sich hohes Ansehen erworben. Ihre große Fachkompetenz, Erfahrung und Tatkraft sowie Ihre starken Führungsqualitäten machen Sie zu einer Idealbesetzung. Ihre anspruchsvollen Positionen, wie als Richterin am Oberlandesgericht, als Leiterin verschiedener Abteilungen der Generalstaatsanwaltschaft München und als Behördenleiterin zweier Staatsanwaltschaften, haben Sie hervorragend ausgeübt. Zuletzt haben Sie die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth mit unermüdlichem Einsatz und großem Organisationstalent geleitet. Ich bin überzeugt, dass Sie auch die Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg mit großem Erfolg weiterführen werden. Für Ihre neuen Aufgaben wünsche ich Ihnen viel Erfolg und alles Gute."
Fotos der Amtsinhaber sind unter Medienportal - Bayerisches Staatsministerium der Justiz verfügbar.
Hintergrund:
Andreas Wimmer (64 Jahre) begann seine Justizkarriere im Jahr 1989 bei der Staatsanwaltschaft München I. Nach Stationen im Bayerischen Staatsministerium der Justiz und als Richter am Landgericht München I war er von 1993 bis 1996 an das Bayerische Staatsministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten mit Dienstsitz in Bonn (Bayerische Vertretung) abgeordnet. Im Anschluss war Andreas Wimmer im Bayerischen Staatsministerium der Justiz im Leitungsbereich sowie als Referatsleiter in der Haushaltsabteilung tätig. 2005 folgte eine Versetzung an das Oberlandesgericht München mit teilweiser Abordnung an das Bayerische Oberste Landesgericht. Ab 2006 war Andreas Wimmer für weitere fünf Jahre am Bayerischen Staatsministerium der Justiz als Referatsleiter in der Strafrechtsabteilung tätig, bevor er 2011 als Leitender Oberstaatsanwalt zur Generalstaatsanwaltschaft München wechselte. Seit 2013 war er dort als ständiger Vertreter des Generalstaatsanwalts tätig. 2018 wurde er zum Präsidenten des Landgerichts Landshut ernannt, 2020 zum Präsidenten des Landgerichts Augsburg. Im August 2022 wurde Andreas Wimmer zum Generalstaatsanwalt in Nürnberg ernannt. Zum 1. Februar 2026 wird Andreas Wimmer neuer Generalstaatsanwalt in München.
Petra Strohbach (63 Jahre) begann ihre Laufbahn in der bayerischen Justiz im Jahr 1990 als Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Von 1993 bis 1994 war sie an die Staatsanwaltschaft beim Oberlandesgericht Dresden abgeordnet. Nach ihrer Rückkehr war Petra Strohbach für fünf Jahre als Richterin am Landgericht Nürnberg-Fürth tätig, bevor sie 1999 zur Staatsanwältin als Gruppenleiterin bei der Staatsanwaltschaft Augsburg ernannt wurde. Zwischen 2003 und 2004 war sie in gleicher Position bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth tätig, bevor sie dort zur Oberstaatsanwältin ernannt wurde. Von 2008 bis 2013 war Petra Strohbach Richterin am Oberlandesgericht Nürnberg. Ab 2013 wurde ihr als Leitenden Oberstaatsanwältin die Leitung verschiedener Abteilungen bei der Generalstaatsanwaltschaft München übertragen, zuletzt der Zentralabteilung, Personal- und Haushaltsangelegenheiten. 2019 wurde sie zur Leitenden Oberstaatsanwältin in Kempten ernannt. Seit Februar 2023 ist sie Leitende Oberstaatsanwältin in Nürnberg-Fürth. Zum 1. Februar 2026 wird Petra Strohbach neue Generalstaatsanwältin in Nürnberg.
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… dass die Fachgerichtsbarkeiten, d.h. die Verwaltungs-, Arbeits-, Sozial- und Finanzgerichte in Bayern nicht zum Justizressort, sondern zum Geschäftsbereich der jeweiligen Fachministerien gehören?