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Bayerisches Staatsministerium der Justiz

Justiz ist für die Menschen da - Recht Sicherheit Vertrauen
12.12.2008

Justizministerin Merk ehrt in München die besten Teilnehmer der juristischen Prüfungen in Bayern, der Laufbahnprüfungen der Justiz und langjährige Prüfer / "Unsere Prüfungen sind hart, aber fair !"


Bayerns Justizministerin Beate Merk hat gestern die 14 besten Teilnehmer aller Justiz- und Staatsprüfungen der Jahre 2007/2008 sowie zwei Prüfer, die über rund drei Jahrzehnte in den juristischen Staatsprüfungen tätig waren, bei einer Feierstunde im Münchner Justizpalast geehrt.

"Diejenigen, die im vergangenen Jahr in anspruchsvollen Prüfungen die Besten Ihres Jahrganges waren, werden sie die Prüfungen ihr Leben lang als Meilenstein der persönlichen Entwicklung in positiver Erinnerung behalten", so Merk. "Und die langjährigen Prüfer, denen ich heute meinen Dank aussprechen möchte, haben durch ihr verdienstvolles Wirken aktiv dazu beigetragen, dass unsere Staats- und Laufbahnprüfungen anspruchsvoll, gleichzeitig aber objektiv und fair sind, kurz gesagt: hart aber gerecht."

Als den Besten der Ersten Juristischen Staatsprüfung bzw. Ersten Juristischen Prüfung des zweiten Termins 2007 und des ersten Termins 2008 sprach Justizministerin Merk gleich sechs Juristen ihre Anerkennung aus:

Frau Claudia Mayer aus Passau bzw. Chiemgau
Frau Susanne Quadbeck aus München
Frau Marion Robl aus Regensburg
Frau Verena Orend aus München
Herr Richard Rachlitz aus Regensburg
Herr Michael Riegner aus Heidelberg.

Insgesamt nahmen 1.151 Kandidaten an der Ersten Juristischen (Staats-)
Prüfung 2007/2 und 1.005 an der Ersten Juristischen (Staats-)Prüfung 2008/1 teil. Seit dem Termin 2007/1 besteht die Erste Juristische Prüfung als Hochschulabschlussprüfung aus der Ersten Juristischen Staatsprüfung, die mit 70% in die Note einfließt, und der Juristischen Universitätsprüfung, die 30 % der Gesamtnote ausmacht.

Als Prüfungsbeste der Zweiten Juristischen Staatsprüfung 2007/1 und 2007/2 zeichnete Ministerin Merk aus:

Frau Katja Goltzsche aus Erlangen
Frau Sonja Martina Pelikan aus München
Herrn Dr. Philipp Sergius Fischinger aus Ellwangen.

Die seltene Note "sehr gut" in den Zweiten Juristischen Staatsprüfungen hat im Prüfungstermin 2007/1 von insgesamt 646 Teilnehmern kein Teilnehmer erzielt. Im Prüfungstermin 2007/2 erzielte sie von 743 Kandidaten als einziger Herr Dr. Fischinger aus Ellwangen. Frau Sonja Pelikan konnte die Anerkennung der Ministerin nicht persönlich entgegennehmen, weil sie derzeit ein Master-Studium in den Vereinigten Staaten absolviert und hat dort dieser Tage Prüfungen ablegt. Stattdessen nahmen ihre Eltern das Geschenk für die Tochter entgegen.

Wichtige Entscheidungen in einer Vielzahl von Rechtsgebieten, wie beispielsweise in Grundbuchsachen oder im Insolvenzrecht, werden durch den Rechtspfleger getroffen. Als Beste von 50 Teilnehmern an der Rechtspflegerprüfung 2008 wurde

Frau Angela Maier aus Landshut

geehrt.

Bester von 10 Teilnehmern der Gerichtsvollzieherprüfung 2008 war

Herr Matthias Herty aus Coburg.

Eine seiner wesentlichen Aufgaben wird die zwangsweise Durchsetzung von Gerichtsentscheidungen sein, ohne die das schönste Urteil nicht viel nützt.

In der Prüfung für den mittleren Justizdienst 2008 hat

Frau Jeannine Schneider aus München

das beste Ergebnis von insgesamt 27 Bewerbern erreicht. Als Justizsekretärin wird sie insbesondere Geschäftsstellen bei Gerichten und Staatsanwaltschaften leiten sowie Verhandlungsprotokolle führen.

Lehrgangsbester von 13 Teilnehmern des Lehrgangs II der Justizwachtmeisterausbildung 2007 war

Herr Dirk Janiel-Engelmann aus München.

Als Bester von 14 Teilnehmern des Lehrgangs I der Justizwachtmeisterausbildung 2008 wurde

Herr Erich Höppler aus München

geehrt. Beide werden u.a. für die Sicherheit in den Justizbehörden verantwortlich sein.

Herrn Prof. i.R. Dr. Jörg Tenckhoff, ehem. Professor an der Universität Augsburg

und dem ehemaligen Leiter der Justizschule Pegnitz Herrn

Regierungsdirektor a.D. Werner Schaller

dankte Justizministerin Beate Merk für ihren rund dreißig Jahre währenden Einsatz als Prüfer in den juristischen Staatsprüfungen.

Hintergrund:

Jedes Jahr führt das bayerische Landesjustizprüfungsamt Prüfungsverfahren für über 4.000 Teilnehmer durch. Neben der Ersten und Zweiten Juristischen Staatsprüfung, auf die die meisten Teilnehmer entfallen, werden dort auch die Prüfungen für Rechtspfleger, Gerichtsvollzieher, Justizsekretäranwärter und Justizwachtmeister abgenommen. Insgesamt fallen hierbei etwa 35.000 Klau-suren jährlich an, die korrigiert und bewertet werden müssen.